Allgemeine Fragen zur GT 750

  • Nachdem ich ja nun auch ein Neubesitzer bin, muss ich mal etwas in das Thema einarbeiten.


    Zwei Fragen:


    Die Modellschlüssel J, K usw. lassen sich ja irgendwelchen Baujahren zuordnen. Gibt es irgendwo eine Übersicht, was was ist?


    Wie sieht es denn mit der Ersatzteilversorgung gängiger Ersatz- und Verschleißteile aus? Wo sind gut sortierte Bezugsquellen?

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  • Moin,


    J=1972

    K=1973

    L=1974

    M=1975

    A=1976

    B=1977


    Gruß

    Dirk

    Gruß

    Dirk



    Über 1000 Beiträge, alle weg :klo:
    Dann eben von vorne........scheiß drauf :D

  • Wobei die Angaben sind Modelljahre und nicht die tatsächlichen Baujahre, da die Produktion schon meist nach der Sommerpause des Vorjahres losging, damit die Mascjinen rechtzeitig zum Saison beginn bei den Händlern standen.


    Ersatzteilversorgung ist eigentlich immer noch gut, zumindest was die Technik angeht. Optische Teile die inder Form häufig nur ein Jahr eingebaut waren, werden sehr selten.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Wer sind denn so die ersten Anlaufstellen für Ersatzteile?

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  • Das ist keine vollständige bzw. umfassende Aufstellung...da gibt's natürlich noch viel...viel mehr...

    ca. 1400 Beiträge futsch...und tatsächlich Mitglied seit Oktober 2011
    :heuldoch:
    also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...


    Gruß Klaus

  • Moin! Hier nochmal für alle, der Vollständigkeit halber, Bauzeitraum und Stückzahl: Die Buchstaben kennzeichnen die Modelljahrgänge. Interessant ist, dass nicht alle gleich lang produziert wurden. Zwischen K-und L Modell gibt es Anfang 73 eine Produktionspause; ich denke wegen der doch gravierenden Modellumstellung von K zu L und der Entwicklung der RE5!

    Auch wurde das B Modell zwei Monate parallel zum A Modell gefertigt.

    Der Fahrgestellnummernkreis für die ABE des B Modells in D ist 78393-79797 (E22). Diese wurden 1./2.77 produziert.

    Bis 7.77 wurden dann noch ca 700 B´s produziert.

    Dazu kommen noch ca. 6900 Japan Inlandsmodelle (JDM). Diese hatte eine FIN die immer mit GT750B- begann. Die Motornummern wurden durchgängig beibehalten, daraus erklärt sich dann die immer größer werdende Differenz zwischen Motor-und Rahmennummer im Laufe der Bauzeit.


    J: 9.71-6.72 21252

    K: 7.72-12.72 8994

    L: 10.73-6.74 12575

    M: 7.74-12.74 8905

    A: 3.75-6.76 14009

    B: 4.76-7.77 4769


    Diese Daten habe ich empirisch aus dem WBC GT Register ermittelt, allein ca. 2500 GT 750 sind weltweit erfasst.


    Gruss Martin

  • Danke für die Links.


    - Ich bin mal durch das Internet gesurft und habe dabei alle möglichen Leistungsangaben gefunden. Von 52PS über 63 PS bis hin zu 67PS war über die gesamte Modellpalette alles dabei. Im Schein steht bei mir 52PS, bei der Versicherung stehen 49kW / 67PS. Was haben die Motoren denn nun für eine Leistung? In Steuer-PS hat man in den 70er ja nun nicht mehr gerechnet.


    - Ich will keine Öldiskussion starten, aber der Vorbesitzer hat nach eigener Aussage wohl das falsche Getriebeöl (Handelsübliches Hypoidöl) eingefüllt. Auf jeden Fall läuft wohl seitdem die Kupplung wie ein Sack Nüsse. (Tut sie auch tatsächlich) Was verwendet ihr denn mit Blick auf die Kupplung? Ein un- oder niedriglegiertes Einbereichsöl? Man hat in den 50ern und 60er Jahren gerne 50er Motor- oder Maschinenöle verwendet. Damit laufen die Kupplungen problemlos. Sind die für das GT-Getriebe auch geeignet oder was verwendet ihr?

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  • Dieser Wirrwarr scheint irgendwie bei den Herstellern üblich zu sein. Ich habe hier noch 6 andere Oldtimer-Motorräder (2 x XS 1100, DKW RT 175, DKW SB200 (Vorkrieg), Heinkel 103 A0 und eine Simson S51B). Die Yamahas haben auch eine unübersichtliche Modellbezeichnung und bei der Vorkriegs-DKW muss der Mitarbeiter mit dem Finger in der Liste in die falsche Spalte gerutscht sein. Der Motor müsste der Nummer nach aus den 20ern sein, die Motoren wurden aber nur in den 30ern gebaut. Die Nummernkreise sind ist ein ewiger Quell der Freude ... :kratz:

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  • Moin, ins Getriebe gehört kein Hypoidöl, sondern ganz normales Nasskupplung-geeignetes Motorrad Motoröl, 15-40 o. ä. welches es bei Louis ,Polo etc. gibt.

    Leistungsangabe: Die ersten GT´s hatten in D gemessene 52 DIN PS. Diese Angabe wurde in den Papieren bei Einführen der späteren, stärkeren Modelle nicht geändert; erst bei den späten A und den B Modellen die von Suzuki D vertrieben wurden erfolgte eine Korrektur auf 63 DIN PS.

    In GB wurde die B sogar mit 71 bhp angegeben.

    Also in D: JKL 52 PS, MAB 63 PS. Ich würde deswegen bei der Versicherung keine Diskussion entfachen, sind schließlich Oldtimer.

    Gruss Martin

  • Um Martin noch zu ergänzen, früher gab es noch keine Motorradöle, ich habe immer normales 15-W40 verwendet was hauptsächlich für Autos gedacht war. Die Kupplung ist bei fast 200.000 km übrigens noch die 1. Ich habe aber noch nie eine Kupplung gewechselt und ich habe mehre Motorräder mit Laufleistungen von 65 - 210 tsd. km.
    In beiden Büffeln habe ich aber, wegen Laufgeräuschen, schon mal die Getriebe gewechselt. Bei einem kurz vor 100tsd und beim anderen bei 135tsd. Ich war mit dem Ökwechsel immer recht nachlässig und hab manchmal erst nach 20.000 km gewechselt, vielleicht hätten sie bei eingehaltenem Ölwechselintervall länger gehalten.


    Gruß Micha

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Moin, ins Getriebe gehört kein Hypoidöl, sondern ganz normales Nasskupplung-geeignetes Motorrad Motoröl, 15-40 o. ä. welches es bei Louis ,Polo etc. gibt.

    Leistungsangabe: Die ersten GT´s hatten in D gemessene 52 DIN PS. Diese Angabe wurde in den Papieren bei Einführen der späteren, stärkeren Modelle nicht geändert; erst bei den späten A und den B Modellen die von Suzuki D vertrieben wurden erfolgte eine Korrektur auf 63 DIN PS.

    In GB wurde die B sogar mit 71 bhp angegeben.

    Also in D: JKL 52 PS, MAB 63 PS. Ich würde deswegen bei der Versicherung keine Diskussion entfachen, sind schließlich Oldtimer.

    Gruss Martin

    Eine Diskussion wollte ich auch nicht entfachen (nicht bei den Kleckerbeträgen (32€ Haftpflicht)). Ich bin nur darüber gestolpert. Wenn ich die Aufstellung so sehe, dann müsste meine also mit Juli 1977 eine GT 750 B sein. Dann aber müssten nach deiner Aussage eigentlich 63 PS in den Papieren stehen. Tatsächlich stehen dort aber 52PS ... :kratz:


    Zum Öl: etwas Ähnliches hatte ich schon vermutet. Ich verwende hier standardmäßig für die XSen und die MT-01 nur 20W40. Das macht die Lagerhaltung einfacher. Dann passt da ja auch für das GT-Getriebe. Das habe ich sogar hier. Nice ...


    Ich suche noch einen passenden Schalter für den Seitenständer. Hat von euch einer an dem Seitenständer einen Killschalter nachgerüstet? Falls ja, welcher Schalter eignet sich denn von der Bauform dafür bzw. wo bekommt man ihn? Er muss ja nicht nur von der Form her passen, sondern auch noch wasserdicht sein.

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  • Die GT 750 war aber zum Ende hin nicht der Verkaufsrenner, so das einzelne Maschinen auch schon mal länger beim Händler standen. Da ist die Rahmennummer hilfreicher als das Zulassungsdatum. Andererseits kann natürlich auch bei der Zulassung was schief gelaufen sein. Aber eigentlich ist es ja egal, denn versicherungstechnisch sind 52 und 63 PS doch gleich.


    Gruß Micha

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Die GT 750 war aber zum Ende hin nicht der Verkaufsrenner, so das einzelne Maschinen auch schon mal länger beim Händler standen. Da ist die Rahmennummer hilfreicher als das Zulassungsdatum. Andererseits kann natürlich auch bei der Zulassung was schief gelaufen sein. Aber eigentlich ist es ja egal, denn versicherungstechnisch sind 52 und 63 PS doch gleich.


    Gruß Micha

    Versicherungstechnisch juckt das in der Tat nicht. Die saubere Identifikation, welche Ausführung denn da nun wirklich vor mir steht , ist aber schon interessant. Eigentlich bräuchte man eine Zuordnung der Modellbezeichnung zu den Fahrgestellnummern. Gibt es eine solche Liste irgendwo?


    Oder anders: meine hat die Fahrgestellnummer GT75077919. Lässt sich das einem Modell zuordnen?

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  • Also von der Fahrgestellnummer ist deine definitiv ein B Modell. Die Rahmennummer gehen bei 75739 los. Motoren für B bei 82605. Die Motornr. findest du rechts oberhalb des Seitendeckels. Noch mal zu den Leistungen, im Ausland waren sie mit 63 (J/K/L) und 70/71 bei (M/A/B) angegeben. Wobei die 52 DIN PS bei J/K/L eher tiefstapeln während die 63 es gut treffen. Ich benutze gerade 80 Getriebeöl auf anraten einiger Herren des Forums und bin sehr zufrieden, da die Kupplung nach Standzeiten nicht nehr klebt.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Okay,


    Gibt es denn bei den B-Modellen Punkte, auf die man besonders achten sollte? Tatsächlich scheppert auch bei mir in einem Auspuff ein Prallblech. Was ist mit dem Antrieb der Wasserpumpe? Das ist scheinbar auch eine Schwachstelle oder?

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  • Der Antrieb der Wasserpumpe ist nicht unbedingt das Problem. Das Kunststoffzahnrad ist zwar meist gebrochen, funktioniert aber trotzdem. Sollte es zerbröseln fällt sofort der Drehzahlmesser aus. Macht aber auch nichts, solange kein Ort oder Stau kommt. Ist mir mal in Leipzig passiert, hab die Kunststoffreste entfernt und bin 250 km nach Hause gefahren. OK war Anfang Oktober und nachts, also kühl. Der Büffel hat ja eine pumpenunterstützte Thermosyphonkühlung.

    Kunststoffzahnräder sind selten, gibt wohl auch Nachbauten. Garantiert gibt es welche aus Alu, sollen aber lauter sein.

    Prallbleche sind auch häufig locker, entweder mit leben, oder Auspuff von der Radseite öffnen, Prallbleche anschweißen und Topf wieder zuschweißen.
    Ich würde auch nicht die Flöten rausziehen, dann können die Prallbleche umfallen, scheppern noch mehr, oder Du kriegst die Flöte nicht mehr rein.


    Gruß Micha

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Bei den Flöten sollte man auch nicht gleich reißen wie wild, sondern erst einmal versuchen sie zu drehen. Wenn das schon nicht funktioniert, ist Vorsicht angesagt.


    Gruß

    Dirk

    Gruß

    Dirk



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  • Ich habe unter den Links von oben gesehen, das die Niederländer Originalschlüssel besorgen. Da ich nur einen Satz habe, wäre das mal nicht schlecht. Bietet in Deutschland von den genannten Adressen auch jemand Originalschlüssel an?

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  • Ich habe unter den Links von oben gesehen, das die Niederländer Originalschlüssel besorgen. Da ich nur einen Satz habe, wäre das mal nicht schlecht. Bietet in Deutschland von den genannten Adressen auch jemand Originalschlüssel an?

    Reiner Schneider hat einige in der Liste.

  • Merci!

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  • Sooo ... ich habe mir mal vom GT Reiner die Ersatzteilliste besorgt. Die ist mit knapp 40 Seiten schon recht umfangreich. Ich nehme an, das die Teilenummern in der Liste den Teilenummern aus der Originalersatzteilliste entsprechen. Ich habe gesehen, dass hier das eine oder andere unter Datenbank aufgeführt ist. Ist dort auch irgendwo die Suzuki Ersatzteilliste zu finden?


    Ich habe inzwischen etwas an Literatur zusammengtragen:

    - die Bucheli Reparaturanleitung

    - ein englischprachiges Service Manual für den Motor

    - ein englischsprachiges Service Manual für die Vergaser der Dreizylinder

    - die zahlreichen Service Bulletins


    Was gibt es denn sonst noch an technischen Unterlagen?


    Es müssten zumindest noch die Betriebsanleitung und die Ersatzteilliste fehlen. Gibt es sonst noch etwas?

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  • Klaus:

    Besten Dank

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  • Gern geschehen, Burkhard, und obendrauf noch die Homepage von Tore Grenasberg, wo er ausführlich und bebildert die Restaurierung an seinem Büffel beschreibt...zusätzlich auch noch der Bericht seiner Restaurierung einer GT380...


    Die Homepage ist sozusagen einsame Spitze....findet man selten...


    Man cave & MC Restoration – My MC projects – GT 750 and GT 380 (grenasberg.no)

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    Gruß Klaus

  • Brauchte auch mal einen neuen Zündschlüssel gibts original bei Suzuki ist ein Rohling mit dem bin ich zum Schlüsseldienst und hat mir dann vom Originalschlüssel eine Kopie gemacht

  • Hat von euch jemand an dem Seitneständer einen Mikroschalter nachgerüstet? Wenn ja, welchen Schalter habt ihr genommen? Das Ding muss ja wasserdicht sein (IP67).



    Der - vermutlich - Vorvorbesitzer hat scheinbar eine Elektrononikzündung eingebaut. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hatte alle Jahrgänge eine Unterbrecherzündung oder? Weiß jemand, wer die abgebildete Zündung herstellt?


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    Ölkontrolle: Auf dem Motordeckel befindet sich eine scheinbar unmotivert platzierte Schraube M6. Ist das die Ölkontrolle oder ist damit auf der Rückseite etwas befestigt? Ich frage deswegen, weil ich Ölkontrollöffnungen eigentlich nur ab 10mm aufwärts kenne.


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  • Moin,


    1.: Da gibt es einiges, was sich passend machen lassen müsste. Suche einfach mal nach Seitenständerschalter und schalt auf Bilder um.


    2.:Die bekommst du als Mitglied des Wasserbüffelclubs stark verbilligt im Clubladen. Name steht drauf, das Ding heißt Accent. Ansonsten einfach mal nach Accent und Zündung suchen.


    3.: Ja, das ist die Schraube für den Ölfüllstand. bei senkrecht mit beiden Rädern auf dem Boden stehenden Moped sollst du so lange Öl einfüllen, bis es da raus kommt. Ich orientiere mich allerdings schon seit Jahrzehnten einfach an der vorgegebenen Füllmenge und ignoriere die Schraube geflissentlich.


    Gruß

    Dirk

    Gruß

    Dirk



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  • Ich habe mir für den Seitenständer als ad hoc - Maßnahme erstmal zwei Honda-Gummis besorgt (eines als Ersatz). Die werde ich am Wochenende erstmal drantüddeln. Nach einem geeigenten Schalter muss ich dann mal in Ruhe Ausschau halten.

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  • :hm: :h und ich wundere mich seit nunmehr 12 Jahren, was das für seltsame Schrauben sind :kratz:


    jetzt geht mir endlich ein Licht auf :idee::lachen:

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    Gruß Klaus