Kupplungsdruckstange(n)

  • Hallo Leute, Mache gerade an meinem T500 Rennerprojekt weiter, nachdem es ziemlich lange brach gelegen hat. Mit dem Motor der GT750 bin ich ja etwas vertraut, mit dem 500er Motor sehr wenig. Also werde ich hier hin und wieder mal eine Frage stellen. Die erste betrifft die Kupplungsdruckstangen, zwei Stück von jewells 138,5mm Länge sollen es sein, laut Teile Liste! Aus dem Werkstatthandbuch kann ich die Einbaulage nicht bestimmen, ein flaches und ein abgerundetes Ende gibt's, was kommt wohin? Ich hab zwar eine Idee, aber Glauben ist nicht Wissen! Bei der Teilesammlung des Motors war eine einzelne Druckstange von ca. 188mm Länge dabei, gleiche Form wie die für die 500er, hat jemand eine Idee zu welchem Modell die gehört? Gruß Karl

  • Hallo Karl, die Einbaurichtung ist bei allen Modellen gleich...mit dem flachen Ende im Bereich der Kupplungsbetätigung/-druckschnecke beginnen, also geht das runde Ende Richtung Kupplungskorb und trifft auf das flache Ende der 2. Kupplungsdruckstange...so ist es auch bei der GT250 und 550...andere Maschinen kenn ich nicht...


    :D :D :D


    Zur 188mm Druckstange kann ich nix sagen...


    Bei der GT550 ist die 2. Druckstange lt. parts list 189,5mm lang....

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    Gruß Klaus

  • Hallo Klaus,


    danke für die schnelle Rückmeldung, ist ja jetzt leicht zu behaupten, dass ich mir das schon so gedacht habe ;) ! Aber so macht es am meisten Sinn, insofern alles im grünen Bereich! Ich denke dann ist die lange Druckstange bestimmt für die 550er, so ganz genau hab ich sie nicht gemessen! Da wollte mich wohl jemand verwirren :/ ! Ich habe jetzt eine zweite 138,5mm Stange bestellt und dann ist dieser Punkt abgehakt!


    Gruß


    Karl


    P.S.: Da kann ich die lange Stange dem Kollegen schenken dessen GT550 M nach 27 Jahren Standzeit am Samstag wieder zum Leben erweckt wurde, das klingt gut mit dem SCEM ......! Schade, dass der Thread mit der um 180° verdrehten Ölpumpenwelle hier nicht mehr zu finden ist! Es könnte sein, dass genau das passiert ist, da der Hebel beim langsamen Gaswegnehmen nicht in Ausgangslage zurück geht. Der Mechaniker, ich war es nicht, sondern mein früherer Chef im SuzukiLaden, ist sich nicht sicher, ob er den Hebel verdreht hat!

  • Hallo Karl....


    da steht zu dem Problem einiges drin....ab Threadbeitrag Nr. 8


    Ölpumpenachse


    Vielleicht hilft's dir weiter???


    Schon blöd, dass man die Altbeiträge wegen des Shutdowns Anfang letzten Jahres kaum noch auffinden kann...


    Da steht auch noch was dazu....

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    Gruß Klaus

  • Danke Klaus,


    das hilft schon mal weiter!


    P.S.: Ich hab auch noch falsch gerechnet, die GT 550M hat 37Jahre stillgestanden, abgemeldet 1983!

  • So siehts gerade aus, Corona sei Dank, auch wenn es kein schöner Anlass ist, man ist zu Hause und hat etwas mehr Zeit! Die Zündkerzenauflage am linken Zylinderkopf muss noch leicht geplant werden, dann kommt der auch drauf!


    Die zweite Druckstange kommt erst nächste Woche, aber die ist ja schnell eingebaut! Als Nächstes kommt die Ölpumpe dran, der Motor wird mit fester Pumpengrundeinstellung und zusätzlichem Gemisch gefahren werden, wie früher halt ^^ !


    Gruß


    Karl


    TR500 pic.jpg

  • N'Abend Karl..


    vertraust du der genialen SUZUKI CCI Schmierung nicht oder liebst du in Wirklichkeit Dampflokomotiven???


    :D :D :D


    Warum doppelte Schmierung?

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    Gruß Klaus

  • Die Lagerstellen an Pleuel und Welle selber werden (wurden) bei der Überdrehzahl im etwas härteren Einsatz immer ausreichend und eigentlich schon übermäßig mit Öl versorgt. Der neuralgische Punkt ist die Schmierung der Laufflächen, da funktioniert Mischung besser, sagen wir.... sicherer! Suzuki hat das bis 1973 bei allen TR Rennmaschinen so gemacht und sogar die ersten RG 500 Production-Racer hatten noch eine Ölpumpe für die Lagerschmierung!


    Die 750er XR11 in meiner Obhut fahren beide mit reiner Mischungsschmierung, dazu muss die Kurbelwelle entsprechend ausgelegt sein, die Ölleitbleche werden z. B. durch Distanzscheiben ersetzt.


    Die 500er Welle in diesem Motor ist nicht dafür vorbereitet, deshalb muss die Ölpumpe bleiben und im Bürzel der Öltank!


    Gruß


    Karl



    P. S.: Tatsächlich bin ich ein Fan von Dampfloks, komisch, gerade heute habe ich nochmal die Geschichte der Baureihe 05 aus dem Archiv gekramt! Der Clausius-Rankine Prozess hat schon seinen Reiz <3 :whistling: !

  • Wenn ich mir den Beitrag auf Wikipedia zum Thema:


    Clausius-Rankine Prozess


    anschaue, dann wird mir schwindelig. :nene:


    Das Verständnis für die Arbeit unser Zweitakter ist da wesentlich eher gegeben.


    Viele Grüße und einen schönen Tag
    M.

  • Ja, ja ,mit den idealisierten Kreisprozessen wird man in der Wärmelehre (auch Thermodynamik) geknechtet und geknebelt, wenn man sie aber versteht und da bleibt einem Nichts Anderes übrig wenn man diese Lehranstalten mit erfolgreichem Abschluss wieder verlassen will, dann kann man eine Menge über die Eigenarten bestimmter Wärmekraftmaschinen dabei herausholen.


    Der Otto-und Dieselkreisprozess in Zwei- und Viertakt ist im Übrigen von dieser Seite her nicht anders gestrickt wie der Dampfkraftprozess und wen es wirklich interessiert, für den kann das ein interessanter Einblick in die Grundlagen des Motorenbaus sein.
    Eine schöne und zum großen Teil auch für nicht "Eingeweihte" verständliche Zusammenfassung zum Thema kann man hier finden, ein bisschen Zeit und Mühe muss man sich allerdings nehmen bzw. machen! Aber dafür wäre zur Coronakrise ja viel Zeit :( !


    http://www.roy-otto.de › diplom_boris
    http://www.roy-otto.de › diplom_borisPDF


    Viel Spaß dabei


    Karl

  • Um das Thema zuerst mal abzuschließen, hier die, aus dem TR500 Service Bulletin übersetzte, Anweisung zum Thema Ölpumpe, das Blatt stammt aus dem Hause Suzuki Böhme in Pforzheim, der sich ab 1973 mit TR500 beschäftigt hat und ab 1976 den Suzuki Rennmaschinen Service für Deutschland komplett übernommen hat.


    Man muss es ja nicht so machen, aber man kann! Sind auch noch ein paar interessante Hinweise zur Vergaserbestückung dabei, als Startpunkt für eigene Versuche sicher geeignet!



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    Gruß


    Karl