Pleuelführung, J/K Kurbelwelle in A-Motor

  • Hallo! :waving_hand:


    ich bin zwar schon länger im WBC, aber das ist meine erste Forumsanfrage. Ich heiße Dirk Drilling, bin 65 Jahre alt und inzwischen Rentner, wohne in Münster, habe 2-Takt-Erfahrung mit RD 250 und GT 380 und mir letztes Jahr zur 380er und meiner Guzzi V7 850 noch einen A-Büffel zugelegt.


    Nun hat der Büffel leider einen KW-Schaden und ich habe auf Kulanz eine von BB überholte KW bekommen. Jetzt, erst nach Schließung des Rumpfmotors (A-Modell) habe ich festgestellt, dass das eine J/K Kurbelwelle ist und dass die Führung der Pleuel bei J/K unten statt oben war. Das heißt, man müsste eigentlich die Anlaufscheiben beim oberen Pleuellager weglassen, wie es damals für die ersten Baujahre Serie war. Ohne Anlaufscheiben hat das Pleuelauge dann links und rechts jeweils 2,2 mm Axialspiel - muss ich mir da Sorgen wegen der Belastung des schmalen Nadellager (schließt mit dem Pleuelauge ab) machen?


    Martin hat mir bereits dringen davon abgeraten, oben UND unten Anlaufscheiben zu verwenden (oben wäre dann 0,5 mm Spiel auf jeder Seite), aber will doch noch mal andere Meinungen hören, es wird ja einen Grund gehabt haben, weshalb Suzuki die Pleuelführung auf Anlaufscheiben am Kolbenbolzen geändert hat. Den Goldstandard – Motor wieder öffnen und die alte KW bei BB überholen zu lassen – scheue ich aus Gründen.


    Ich freue mich auf Ratschläge, denn mir fällt die Einschätzung etwas schwer.

  • Habe gerade entdeckt, dass es unter 04.04.2022 unter dem Thema "Kurbelwellenkunde - GT 750" bereits etwas zu dem Thema gibt - ist hilfreich, aber eher grundsätzlicher als meine Fragestellung.

  • Müsste das GT-6 vom 01.05.1975 sein oder? Da ist leider nur Seite 1 eingescannt, besser ist die Quelle

    https://www.ozebook.com/compen…Bulletin%20GT%20001-6.pdf (auch mit Folgeseiten).


    Ist mir auch eigentlich klar, wie die Pleuelführung bei J/K war, ich habe nur Bedenken, dass bei 2,2 mm Luft auf jeder Seite sich

    ein Pleuellager zu weit axial bewegen kann, ggf. so weit, daß die Nadeln auf einer Pleuel-Seite rausgucken und dementsprehend nicht mehr auf der vollen Lauffläche tragen oder brechen (ist bei Verwendung von über 75 ccm Zylindern auf 50ern gern passiert, deshalb komme ich auf das Thema).

  • Müsste das GT-6 vom 01.05.1975 sein oder? Da ist leider nur Seite 1 eingescannt, ...

    Hat auch bei mir eine Zeitlang gedauert, bis ich das realisiert hatte - aber da kann man innerhalb des geöffneten Dokuments über die Pfeiltasten weiter- und zurückblättern.


    Dann klappt das auch mit Seite 2... :winking_face:

  • Hallo Dirk,

    Ich glaube einer der Gründe für den Wechsel von unten auf oben war die höhere Drehzahlfestigkeit. Die Renner waren anfangs auch unten geführt und die hatten Probleme und durften deshalb nur kurz über 8000 gedreht werden. Im Normal gibt es, glaube ich, keine Probleme. Aber ich denke die Teileversorgung für oben geführt ist besser.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Oben geführt kenne ich nur vom MAB Büffel; alle anderen Zweitakter die ich bisher geschraubt habe, waren unten geführt, Yamaha RD, Kawa H2 . . . .

    Ich denke es hat was mit anfänglichen Ungenauigkeiten beim Pressen der Wellen zu tun gehabt, oder auch mit einfacherem (billigerem) Fertigungsverfahren .