Prallbleche

  • Guten Abend in die Runde,


    bei meinen kleinen Auspuffen waren die Prallbleche abvibriert. Zunächst habe ich versucht, zwei intakte kleine Auspuffe zu kaufen. Das hat nicht geklappt.


    Also mussten die Auspuffe irgendwie repariert werden.


    Als ersten Schritt habe ich jeden Auspuff einzeln erstmal 3 Wochen in verdünnten Industrieküchenreiniger (Kaltreiniger) eingeweicht. Anschließend habe ich mit der Kärcher Rohrreinigungsdüse die Auspuffe ausgespült. Da kam vielleicht ein Mock raus..


    Die so gereinigten Auspuffe hat dann ein guter Freund, seines Zeichens Karosseriebauer an den Nähten aufgetrennt. Es zeigte sich, dass die Kaltreinigerkur ziemlich erfolgreich war. Im hinteren Bereich waren die Auspuffe ziemlich sauber. Im vorderen Bereich gab es ein Drahtgeflecht, was an die Wandungen geheftet war. Das ließ sich nicht reinigen, also habe ich es entfernt.


    Vor dem Zusammenbau musste der Chrom runter, also bin ich mit den Auspuffhälften zum Verchromer gefahren um die Teile entmetallisieren zu lassen. Nachdem dieser die Tür öffnete, waren seine ersten Worte "Mache ich nicht!" Ich hatte noch gar nichts gesagt, da war er schon auf Krawall gebürstet..


    Nachdem ich ihn von der Zinne holen konnte, hat erzugestimmt, den Chrom zu entfernen. Beim abholen erklärte er nochmal, dass er keine Auspuffe verchromt.


    Mittlerweile ist ein Auspuff wieder fast fertig gescheißt, der zweite folgt am Wochenende.


    Wir haben uns entschieden, die Prallbleche auch auf der Außenseite fest zu schweißen. Normalerweise sind diese ja nur auf einer Hälfte angeschweißt. Ich kann mir vorstellen, dass die hochfrequenten Schwingungen irgendwann zu kleinen Rissen führen und dann liegen die Bleche daneben.


    Einen Verchromer habe ich auch gefunden, dieser war am Telefon sehr freundlich und hatte kein Problem mit sauberen Auspuffen. Ich werde berichten.


    260316_Auspuff offen.jpg260316_Auspuff geschweißt.jpg



    Viele Grüße


    Karsten Adam

  • Wir haben uns entschieden, die Prallbleche auch auf der Außenseite fest zu schweißen. Normalerweise sind diese ja nur auf einer Hälfte angeschweißt.


    Viele Grüße


    Karsten Adam

    Hallo Karsten, tolle Geschichte, bin gespannt auf das fertige Ergebnis und was du dafür insgesamt beim Verchromer löhnen musstest.


    Allerdings wäre es mir neu, dass die Prallbleche nur auf der Innenseite geschweißt bzw. gepunktet sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass zumindest bei den Püffen der 550er rundherum gepunktet wurde.

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    also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...


    Gruß Klaus

  • Wenn das so wäre müsste man ja Punktstellen vom Schweißen sehen.

    Außerdem würden die Prallbleche dann nicht umfallen wenn man die Flöten rauszieht. Ich hab selbst schon Auspuffrohre geöffnet und repariert.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Wenn das so wäre müsste man ja Punktstellen vom Schweißen sehen.

    Außerdem würden die Prallbleche dann nicht umfallen wenn man die Flöten rauszieht. Ich hab selbst schon Auspuffrohre geöffnet und repariert.

    Micha ich kann dir gerne Fotos von der Außenseite der kleinen Püffe machen, die Punkte sind problemlos zu sehen...

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    Gruß Klaus

  • Aber bestimmt nicht im sichtbaren Bereich, da hat Suzuki für die Optik alles gegeben. Die Töpfe sind ja auch nur soweit poliert, wie man sie angebaut sehen kann.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Beim Büffel ist bei allen Rohren nur das Blech, also jenes was für die Leistung verantwortlich ist, sowohl innen als auch außen verschweißt.

    Die hinteren für die Schalldämpfung sind nur auf der Innenseite gepunktet. Ich vermute mal, dass dies bei allen Triple so.


    Die Kleinen sind auch an der Falz gepunktet, zusätzlich zu der Schweissnaht. Deshalb sind beim Büffel die Kleinen auch beschissen zu trennen.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Aber bestimmt nicht im sichtbaren Bereich, da hat Suzuki für die Optik alles gegeben. Die Töpfe sind ja auch nur soweit poliert, wie man sie angebaut sehen kann.

    ...also nun mit Fotobeweis...aber tatsächlich ist ein großer Teil des von den großen Pötten nicht abgedeckten Bereiches der Außenseite der kleinen Pötte schweißpunktfrei. Sichtbar sind bei der GT550 aber die Schweißpunkte von 2 Prallblechen, eins kurz vor dem Auspuffhalter und eins wenige Zentimeter weiter vorne, allerdings nur dann, wenn man sich aus aufrecht stehender Position etwas nach unten begibt... :zany_face: :zany_face: :zany_face:


    20260317_223235.jpg

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    Gruß Klaus

  • Guten Abend in die Runde,


    möglicherweise ist bei der GT 380 das vordere Blech auch innen und außen gepunktet. Das will ich nicht bezweifeln, weil wir uns das Blech nicht so genau angesehen haben.


    Die folgenden Prallbleche sind jedoch sehr sicher nur an der Innenseite verschweißt.


    Aber das ist ja im Grunde auch ziemlich wurscht. Ich bin auch sehr gespannt, was der Verchromer preislich aufruft. Vermutlich gibt es dann die nächsten zwei Monate nur Spaghetti mit Olivenöl...


    Viele Grüße


    Karsten Adam

  • Klaus hast Recht, auch beim Büffel sind die ersten 6 Bleche von außen und innen gepunktet. Die letzten Schweißpunkte sind allerdings 10cm vor der Halterung , ungefähr auf Höhe der Delle für den Hauptständer und somit im nicht sichtbaren Bereich.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Aber das ist ja im Grunde auch ziemlich wurscht. Ich bin auch sehr gespannt, was der Verchromer preislich aufruft. Vermutlich gibt es dann die nächsten zwei Monate nur Spaghetti mit Olivenöl...


    Viele Grüße


    Karsten Adam

    ...immer noch besser als Wasser und Brot :lachen:

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    Gruß Klaus

  • Micha. Ich glaube du verwechselt da was.

    Die vorderen Schweisspunkte sind für den Rahmen der die Lochbleche hält, die Ölnebel sammeln sollen und bei Betriebstemperatur verbrennen. Die letzten Schweisspunkte vor dem Knick/Delle ist das eigentliche Prallblech.

    Die Schalldämpfungsbleche sitzen alle dahinter. Im übrigen hat der Büffel nur 5 Bleche insgesamt, 6 wenn man das Blech in dem die Flöte befestigt ist mit zählt.

    Da ich sowohl Große als auch Kleine schon aufgemacht habe, weiss ich es aus 1. Hand.

    Wenn die Bleche beidseitig verschweißt wären, hätte ich mehr als eins ausbohren müssen, so muss nur eins aufgebohrt werden.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Mein lieber Mario, Ich verwechsele da gar nichts, es sind 6 Reihen Punktschweißungen, die von der Außenseite sichtbar sind, denn ich war ja der Meinung von außen ist kein Schweißpunkt zu sehen. Nur darum ging es, aber diese Schweißpunkte sind nicht im sichtbaren Bereich, wenn man nicht gerade unter dem Moped liegt.

    Das im vorderen Bereich die Lochbleche sind, weiß ich, hab ja auch schon Auspufftöpfe geöffnet und geschweißt bzw. die klappernden Lochbleche mit Halterungen entfernt.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Lieber Micha, du hast von 6 Blechen gesprochen. Aber wie du schon gesagt hast, ist vorne nur die Halterung für die Lochbleche und nur Prallblech. Klaus hingegen meinte, daß die hinteren Bleche auch beidseitig geschweißt wären. Aber nur ein Blech ist doppelseitig geschweißt und zwar das 1.. Also wenn man die Rohre aufmacht muß nur ein Blech ausgebohrt werden. Danach fällt es so auseinander. Natürlich nur wenn man die obere Naht und die Verbindung zum Krümmer vorher entfernt hat. Bei den Kleinen halt aufwendiger, da dort die Schweißpunkte in der Falz aufgetrennt werden müssen und die Auspuffhalterung abgetrennt werden muß.


    Was ich bis heute nicht verstehe, warum brechen die Prallbleche fast immer nur bei den Kleinen und nur ganz selten bei den Großen. Ich hab hier fast nur noch kleine Rohre mit kaputten, vermutlich gebrochenen, Blechen, aber kein Großes. Wenn es da klappert, sind eigentlich immer die Lochbleche.


    Aber nicht für ungut, wir haben da wohl aneinander vorbei geredet.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Das Prallblechproblem gibt es solange ich mich mit den GT's beschäftige. Als wir in den 80ern Auspuffe repariert haben, Einige werden vielleicht noch von Udo Helmich reparierte Auspuffe nutzen, haben wir statt der tiefgezogenen dünnen Blechronden dickwandige 4-5mm dicke Stahlringe (Donuts) verwendet und beidseitig (natürlich nicht durchgehend) verschweißt. Nur so als Hinweis für Leute die die Reparatur auch machen wollen.


    Tatsächlich waren die Bleche oft deswegen "umgekippt" weil das dünne Blech im Laufe der Jahre, trotz "Ölversorgung" teilweise durchgerostet war. das dauert bei den dickeren Stahlringen nicht so schnell.


    Gruß


    Karl

  • Klar Karl, aber warum hauptsächlich bei den Kleinen. Was macht sie anfälliger?

    Apropos, wieviele Anlagen hat Udo eigentlich überholt. Sorry, wenn ich Anlagen sage, es waren nur die großen Rohre.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Ich meinte es Anfangs auch nicht hochtechnisch, deshalb hab ich „Bleche“ geschrieben und Schweißpunkte gemeint. 🙈


    Also ich habe eher große Töpfe mit losen Prallblechen beobachtet und bin fest der Meinung das die kaputt geinstet wurden. Denn wenn man die Flöten nicht ausbaut, wie in den Wartungsunterlagen geschrieben, um sie zu reinigen, dann fallen die Prallbleche auch nicht um.

    Die Flöten sind meist ordentlich festgebacken und man hat Mühe sie auszubauen. Dann wird an den Flöten mit aller Kraft gezergelt und somit die Prallbleche verbogen, die dann später losvibrieren oder einreissen und brechen, wenn man die Flöten überhaupt wieder eingebaut bekommt. Meist wird der Grundstein bei der ersten Demontage gelegt, hab ich aus Unwissenheit auch so gemacht. Später habe ich die Flöten einfach nicht mehr ausgebaut, da ich viel und zügig Autobahn gefahren bin, das brennt den Auspuff automatisch frei. Heutzutage machen das aber nur noch wenige bzw. ist schnelles fahren kaum noch möglich. Die meisten Maschinen werden doch nur noch für Ausfahrten bei schönem Wetter auf der Landstraßen benutzt, wenn die Öle nicht besser geworden wären würden die meisten Maschinen wegen Versottung gar nicht mehr laufen. Mir fällt es immer bei gemeinsamen Ausfahrten auf, das es nur ganz, ganz wenige Maschinen gibt, die kaum qualmen, alle anderen versuchen den Nebel des Grauens um die Wette zu erzeugen. :smiling_face_with_sunglasses:  :winking_face:

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Mir fällt es immer bei gemeinsamen Ausfahrten auf, das es nur ganz, ganz wenige Maschinen gibt, die kaum qualmen, alle anderen versuchen den Nebel des Grauens um die Wette zu erzeugen.

    Micha, den wirklichen Nebel des Grauens kenn ich seit letztem Jahr anlässlich eines Zweitakt-Kawa-Motorradtreffs. Bei der gemeinsamen Ausfahrt mit an die 40 Mopeds insgesamt, gab es nur ne Handvoll, die sich nicht am Nebel des Grauens beteiligt haben.

    Die H1 Fahrer stellen im Gegensatz zu uns hier ihre Ölpumpen eher noch fetter ein, als werksmäßig vorgegeben, wohl auch aus Angst, der Motor könnte Hopps gehen 🙄🙄🙄


    1 Liter Zweitaktöl auf über 2 Tkm zu 1 Liter auf 700 - 800 km ist natürlich ein entscheidender Unterschied.

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    Gruß Klaus

  • Ja , die Suzuki ist halt nicht so‘n Hochleistungszweitakter :lachen:


    Ich hatte auch mal den Nocken der Ölpumpe falschrum eingebaut und bin anschließend zum Falltorhaus gefahren (um die 300 km). Auf der Fahrt hab ich mich noch mit ner RS angelegt, so Tacho 200 und bin angekommen. Von da bin ich mit einem Kumpel weitergefahren und der meinte irgendwo in Thüringen der Büffel würde deutlich mehr qualmen als sonst. Der vorhin überholte Trabbi hätte ne Vollbremsung hingelegt und die Warnblinkanlage eingeschaltet. :lachen: :nixwiss:

    Wohlgemerkt, das war 1990, da war man das eigentlich noch gewohnt

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.