mal wieder die Benzinhahndichtung

  • Moin,


    ich habe gestern mal den Sprithahn meines J-Büffels aufgemacht. Die Dichtung hatte ich vor einiger Zeit mal neu gemacht, jetzt war das Ding schon wieder undicht. Komplett aufgequollen und verformt. Kein Wunder, dass das Ding am tropfen war.


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    Noch ein nettes Erlebnis hatte ich mit den Ansaugstutzen. Im August hatte ich ja das nette Erlebnis mit der nicht mehr funktionierenden Kupplung und dem Wasser im Getriebe. Also musste der Motor raus. Nun hat sich die Reparatur aus verschiedenen Gründen ewig hin gezogen. Irgendwann war der Motor dann wieder drin und die Vergaser sollten wieder montiert werden. Keine Chance. Die Dinger waren selbst mit roher Gewalt nicht mehr in die Gummis zu bekommen. Diese waren steinhart und um fast 3mm im Durchmesser geschrumpft! Äußerlich tiptop, keine Risse, nix. Aber hart wie Stein. Beim Ausbau waren sie definitiv noch elastisch.


    Was mischen die eigentlich heute in den Sprit?

    Gruß

    Dirk



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  • gut, was gibt es für Alternativen? So ein Förmchen für die Dichtung ist jetzt kein Hexenwerk, aber woraus macht man die Dinger? Einfach mal aus HT-Silikon? Und dann probieren? PU?

    Ist wirklich der Sprit mit dem vielen Alk drin schuld? Oder sind die (politisch korrekten) Gummimischungen heute einfach so scheiße?


    Habe gerade mal im Netz geblättert, Silikon fällt raus. Aber mal ganz anders gedacht, hat schon mal jemand einfach 4 O-Ringe da eingelegt? Aus NBR sollten die beständig genug sein. Muss ich mir die Tage mal anschauen....

    Gruß

    Dirk



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  • War eh ein Gedankenfehler, das funktioniert nicht. Der Hahn hat ja diese viertelkreisförmige Nut, die die Bohrungen je nach Stellung verbindet. Da würde es nebenher suppen. Das Einzige was außer dem originalen Profil funktionieren würde, wäre tatsächlich eine komplett flache Dichtung, aber da bekommt man wahrscheinlich den Hahn nicht mehr bewegt.

    Gruß

    Dirk



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  • Die minimale Kante um die Bohrungen ist das was dichtet. Hab mich mit Benzinhähnen schon intensiv aueinandergesetzt, ich würde noch mal ne neue Dichtung probieren. Wenn die alle nicht funktionieren würden hätte der Hersteller bestimmt schon was geändert. Hab auch schon mal Originaldichtsätze probiert, die Haltbarkeit war mit Zubehör identisch.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • ich glaube nicht, dass die heutigen Hersteller von Zubehör-Ersatzteilen sich nennenswerte Gedanken um die Langlebigkeit ihrer Produkte machen. Billig fabrizieren, schnell verkaufen. Nur darum geht es doch noch.

    Klar ist es die Kante. Aber auch die umlaufende Kante außen. Die ist ebenso wichtig. Wie gesagt, da ist im Hahn diese offene 1/4-Kreis-förmige Nut, die jeweils 2 Bohrungen verbindet. Die kann zwischen 2 kreisrunden Dichtflächen nicht komplett abdichten.

    Gruß

    Dirk



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  • Ja das ist mir bekannt.

    Ich bin nicht der Meinung das irgendein Hersteller etwas produziert und es ihm scheißegal ist ob‘s funktioniert oder lange hält. Erst recht nicht Hersteller, die schon jahrelang am Markt sind und eigentlich einen guten Namen haben. Und wie gesagt Original und Zubehör war gleich.


    Vielleicht war auch nur der Federring zu doll angezogen, dann reibt sich die Dichtung kaputt, leicht anziehen reicht allemal.

    Übrigens 2-Taktöl km Sprit schmiert auch hier.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Jetzt habt ihr mich nervös gemacht. Die Hähne an meinen Maschinen, die jetzt ihren Winterschlaf halten, sind zwar nach außen dicht, aber was wäre wenn sie in der "On"- Position auch ohne Unterdruck auf die Dauer etwas Sprit durchlassen? Sind die SNV alle 100%ig, passiert nix. Schwächelt eins kommt's zum Überlaufschlauch raus - Sauerei aber kein Drama. Aber wenn dieser verstopft ist, füllt sich unbemerkt das Kurbelgehäuse. Und wenn man dann im Frühjahr starten will dann ...

    Ich habe jetzt mal die Benzinschläuche von den Hähnen abgezogen und werde mal beobachten ob da was kommt.

    Mache ich mir zu viele Sorgen?


    Grüße

    Bernard

  • Mache ich mir zu viele Sorgen?

    Glaub ich nicht.

    Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, vor einer längeren Betriebspause die Ablassschrauben der Schwimmerkammern herauszudrehen und in eine Tüte verpackt an den Lenker zu binden.

    Dann kann nichts mehr überlaufen und es bilden sich auch keine ablagerungen durch den stehenden Sprit in den Kammern.

    Bisher hat das ganz gut funktioniert.

    "Like tasting beer for the first time or losing one's virginity, seeing a Gt750 is never forgotten"

  • Niemals E5 oder E10 tanken.Der Bioanteil lässt die Dichtungen aufquellen.Wenn möglich VPower oder Ultimate tanken. Evtl. Benzinstabilisator dazugeben.

    Deine Worte in allen Ehren...ich tanke seit 2010 mit meine boide Schätzla E5 und hatte in diesem Jahren bei jeweils 48Tkm bislang keinerlei Probleme mit irgendwelchen defekten Benzinhahndichtungen...lasse aber auch wie ESSEX grundsätzlich die Plörre aus Tank und Schwimmerkammern.

    Zusätzlich sprüh ich den Bedienhebel des Hahns ab und an mal rundherum mit Silikonöl ein...

    ca. 1400 Beiträge futsch...und tatsächlich Mitglied seit Oktober 2011
    :heuldoch:
    also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...


    Gruß Klaus

  • Man kann nach langer Standzeit auch einfach mal vorsichtig ankicken.


    Und ich fahre in allen Fahrzeugen E10, seit 10tausenden von km ohne Probleme.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • Ich tanke üblicherweise E5 und habe sehr gute Erfahrungen mit Benzinstabilisator-Marine von LM gemacht. Da entfällt das besonders bei der 550er lästige Schwimmerkammer entleeren. Meine Frage war eigentlich die, ob Fälle bekannt sind wo der originale Unterdruck-Benzinhahn nach außen dicht war, aber der Durchlauf zu den Vergasern nicht mehr 100%ig geschlossen wurde?


    Grüße

    Bernard

  • Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, das speziell der O-Ring am Membrankolben undicht wird.Habe einen neuen passenden genommen.Der O-Ring,wenn er mit Kraftstoff in Berührung kam, war,etwas aufgequollen. Durch diese Größenänderung passte der nicht mehr richtig in den Kegel und ließ Sprit durchtröpfeln. Habe einen etwas kleineren genommen. Seitdem ist alles gut. Ob das am Material oder am Sprit liegt oder beides? keine Ahnung :nixwiss:

    Gruß Bernd

  • Ich denke, wie bei vielen Dingen nicht nur eine Ursache. Zum einen der heutige Sprit. Der Firtfall des Bleiäthyls und die daraufhin verwendeten Ersarzstoffe unter anderem Aceton. Dann kamen die Verbote für bestimmte Weichmacher. Auch nicht förderlich.


    Was den O-Ring auf dem Kolben angeht, häufig sind die Sitze im Gehäuse nicht mehr ganz proper. Da hilft nur gut reinigen und polieren.


    Ich hab mir eine kleine Testanlage für Benzinhähne gebaut. Eine Blechdose auf Stelzen mit Löchern für den Benzinhahn. Ich leg die Dichtungen vorher immer in Sprit ein.

    Funktioniert bisher gut.

    Die SNV sind kein Ersatz für den Benzinhahn. Sie sind eigentlich nur dazu da das Spritlevel in der Schwimmerkammer konstant zu halten.


    Vital Ringe könnten funktionieren. Ich weiß, daß die Werner 1000 solch im Kopf hat, da sie keine Kopfdichtung hatte.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Ich war heute morgen beim Frühstück noch nicht ganz wach. Bin einfach ziemlich relaxt hier in Ägypten. Außerdem hält mich meine kleine sechsjährige ganz schön auf Trab. Und dann ist da auch noch die blöde Autokorrektur.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig