Unterschiedliche Leistungen der GT250 Modelle

  • Moin zusammen,


    ich bin gerade auf der Nippon Classic Seite gewesen und habe dort eine Tabelle mit den technischen Eigenschaften der unterschiedlichen Modelle gesehen.

    Kann mir jemand erklären, warum ab den A Modell nur noch eine Leistung von ~27PS angegeben wird? Ich hätte erwartet, dass mit den 28er Vergasern mehr Leistung rauskommt.

    Oder hat das mit diesen alten Versicherungsklassen zu tun?

    Gruß,

    Zynq

  • Genau, damals wurde die Leistung an die Versicherungsklassen angepasst, sonst hätte man nichts mehr verkauft. Aber angeblich waren die Suzukis immer kräftiger als angegeben.

    Gruß Micha - der Anfänger, der auch schon etwas länger dabei ist.

  • ...ich halte die Leistungsdaten der Modelle auf der Nippon Classic Seite für falsch...in sämtlichen Motorradtests aus 1973,74,75 in der Motorrad stehn 25,5 DIN PS...k.A. warum die bei Nippon Classic diese deutlich höheren Werte angegeben haben...

    Beim Test des A-Modells standen dann 26,4 PS drinne mit der Feststellung, dass diese Leistungsangaben wohl tiefgestapelt waren...

    ca. 1400 Beiträge futsch...und tatsächlich Mitglied seit Oktober 2011
    :heuldoch:
    also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...


    Gruß Klaus

  • Ich vermute eine Vermischung von Leistungsangaben. Die Werksangaben, zumindest in den Prospekten, lt. K-M 31PS, A-C 32PS. Meine Erklärung, möglicherweise hat man für die frühen Modelle Werksangaben genommen und für die späteren die aus deutschen Prospekten.


    Nebenbei die Frühen waren werkseitig auch leicht detuned, in dem man längere Schieber verwendete und die Vergaserbohrung damit nicht völlig geöffnet werden konnte. Um Einwänden zuvor zukommen, dies galt auch für andere Märkte, z.B. die USA.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • ...in sämtlichen Motorradtests aus 1973,74,75 in der Motorrad stehn 25,5 DIN PS...

    Beim Test des A-Modells standen dann 26,4 PS drinne mit der Feststellung, dass diese Leistungsangaben wohl tiefgestapelt waren...

    Richtig.


    In original KFZ-Briefen, die mir für L+M-Modelle vorliegen-/lagen, steht die Motorleistung mit 25,5 PS.

    Bei ABC-Modellen habe ich nur Ersatzbriefe gesehen, da standen immer 19 kW.

    (nach 1978 wurde die Leistung in kW angegeben, 1 kW =1,36 DIN-PS) 20 kW wären genau 27,2 PS, also höher als 27 und damit in der nächsthöheren Versicherungsklasse. Darum vermutlich der Eintrag mit 19 kW, Die 26,4 PS vom oben erwähnten A-Modell-Test wären 19,4 kW.


    Um in die 27 PS-Klasse zu kommen gab es ja auch mal diese unsäglichen Drosselungskits für Motoren mit etwas mehr Leistung wie GT380, GT500 etc.. Für die 250er gab es Die sogar auf 17 PS, die nächstniedrigere Versicherungsklasse. Damit laufen die Motoren nicht wirklich brauchbar.


    Ich hatte auch mal einen Brief von einem A-Modell mit 18 kW Angabe.

    k.A. ob Tippfehler oder was sonst das zuständige Büro-furzende sich gedacht hatte. (mußte jetzt mal sein :face_with_tongue: )


    Die früheren Werks-/ Prospektangaben sind vermutlich SAE-PS, wobei die Werte um ca. 15% höher ausfallen als DIN-PS.

  • Bei der Deutschen Typprüfung wurde die Leistung bis zum erreichen des Roten

    Bereichs bei 8000 U/min gemessen. Macht 26,4 PS. In Holland waren 34PS

    eingetragen. Die lagen bei 9000 U/min an. Wahrscheinlich mehr. Ich hatte nie

    Probleme mit 50PS Viertaktern mitzuhalten.

  • Es wäre noch zu erwähnen, daß bis einschließlich A die Fahrzeuge in Einzelabnahme durch gebracht wurden, ab B gab es erst ABEs. Zumindest war es beim Büffel so, falls ich falsch liege berichtigt mich. Meine Vermutung, daß Röth damals einen guten Draht zum TÜV hatte und ab B war es dann Suzuki Deutschland.

    Im übrigen wurden 250er noch für eine Übergangszeit von den Versicherungen in die 17Ps Klasse eingeteilt. Die Umstellung von Hubraum auf Leistung brachte auch einen Verkaufserfolg für größer volumige Maschinen, die dann der 27 PS Klasse angepaßt wurden. Vorher waren die Ladenhüter. Man fuhr erst 50er, dann 250er und wenn man es sich leisten konnte 750er. 500er waren selten, da die Versicherung genauso hoch war wie 750er, da die Klasse über 250ccm nur bis 475ccm ging. Aber selbst diese Klasse war fast so teuer wie die ganz Großen.

    Bis zu diesem Wechsel in den Tarifen, war die Leistung eigentlich egal, einzig Hubraum war relevant.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Es wäre noch zu erwähnen, daß bis einschließlich A die Fahrzeuge in Einzelabnahme durch gebracht wurden, ab B gab es erst ABEs. Zumindest war es beim Büffel so, falls ich falsch liege berichtigt mich. Meine Vermutung, daß Röth damals einen guten Draht zum TÜV hatte und ab B war es dann Suzuki Deutschland.

    Im übrigen wurden 250er noch für eine Übergangszeit von den Versicherungen in die 17Ps Klasse eingeteilt. Die Umstellung von Hubraum auf Leistung brachte auch einen Verkaufserfolg für größer volumige Maschinen, die dann der 27 PS Klasse angepaßt wurden. Vorher waren die Ladenhüter. Man fuhr erst 50er, dann 250er und wenn man es sich leisten konnte 750er. 500er waren selten, da die Versicherung genauso hoch war wie 750er, da die Klasse über 250ccm nur bis 475ccm ging. Aber selbst diese Klasse war fast so teuer wie die ganz Großen.

    Bis zu diesem Wechsel in den Tarifen, war die Leistung eigentlich egal, einzig Hubraum war relevant.

    Stimmt, nach meiner Kenntnis gab es eine ABE nur für GT 250, 380, 750 ab B Modell. Die 500, 550 und RE 5 wurden bis zum Schluss per Einzelabnahme zugelassen.