Restaurierung einer GT 550

  • nun habe ich ja meine Welle schon wieder im Gehäuse versteckt, aber ich bin mir sehr sicher, dass Bernd da ein Lager mit Leitblech verbaut hat.

    Abgesehen davon ist die Aussage zur Gemischschmierung nicht ganz korrekt. Wenn die Kiste mit Gemischschmierung laufen soll, müssen die Bleche raus, was aber nicht zwingend bedeutet, dass man mit Gemisch fahren muss, wenn sie draußen sind!

    Suzuki wird sich schon was dabei gedacht haben, aber zig andere Zweitakter fahren auch ohne die Bleche mit Getrenntschmierung. Teilweise sogar mit Labyrinth-Dichtungen und ohne Simmerringe zwischen den Zylindern.


    Meine frisch gemachte GT750 Welle sind alle bis auf ein Lager mit Ölleitbleche augerüstet. Die Lager sind Repro-Lager.Entweder Japan Aoki Racing oder GBR.

    Leute, ihr versteht da was falsch...es gibt für den Verbau in der KW wohl bei allen GT's spezielle Ölleitbleche mit einer Art Auslaufstutzen, der in den Hubzapfen geht...siehe nachfolgendes Bild Ölleitbleche GT550


    1 oil guide plate 12511-34000.jpg


    Zusätzlich sind bei der GT550 3 KW Hauptlager mit Ölleitblechen ausgestattet, die bedingt durch die Zentrifugalkraft dafür sorgen, dass das Öl gezielt auf diese Ölleitbleche daneben gelangt und quasi kein Öl verloren geht...das dürfte wahrscheinlich auch mit der Grund für die relative Langlebigkeit des GT550- und auch 750 (?)- Motors sein


    3 KW Lager alt.jpg

    Diese speziellen Hauptlager kriegt man auf dem Markt nicht mehr...der Scheuerlein bezieht die allerdings aus Nachproduktion in Japan.

    Auf diese speziellen Lager verzichtet (e) Bernd ganz bewusst, zumindest ne Zeit lang, was er zwischenzeitlich verbaut, weiß ich nicht...

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    Gruß Klaus

  • Genau Klaus, wegen der Langlebigkeit. Habt ihr jemahls eine kawasaki mit 100000 + KM gesehen der noch nicht revidiert wurde?


    vr.gr Thijs

    ...da hast du Recht, Thijs, ein Bekannter, der mehrere KAWA-Triples fährt, wollte nicht glauben, dass meine GT550 mit 96 Tkm immer noch Standardmaße Kolben/Zylinder hat.

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    Gruß Klaus

  • Klar, der Kawa-Triple fordert das Material mit seiner höheren Leistung und Drehzahl deutlich stärker.


    Trotzdem hat Suzuki sichtbar mehr Innovation in eine ordentliche Schmierung und Lagerung investiert

    – die haben sich ja damals mit den Honda Four Modellen gemessen und nicht mit der Klappasaki.

  • Also soviel mehr Drehzahl und Leistung hat die H2 nicht. Die Angaben, die ich gefunden habe, lauten auf 73 und 71 PS bei 6800/min. Nun sei erstmal dahin gestellt ob DIN oder SAE Pferde.

    Wenn man bedenkt das der Büffel 63 bzw. 70 PS lt. Werksangabe und DIN 52 und 63 PS hat bei 6500/min ist der Unterschied nicht so groß, zumal beim Büffel die DIN Angaben eher tiefstapeln. Was entscheidender war, ist das Gewicht. 40 bis 50kg leichter macht schon was aus. Entsprechend anfälliger war das Tierchen, da die Einsparungen ja irgendwo herkommen mußten. Meiner Ansicht gibt ein gut eingestellter Büffel mit entsprechender Gewichtsoptimierung der Kawa gut was zu kauen und ist mit Sicherheit fahrbarer.


    Ich erinnere mich an ein Gespräch in Bremen vor dem Aladin. Ein Typ mit einer scharf gemachten H2. Auf meine Frage wie gut die gehen würde meinte er nur, vergiss es. Unter 3000 geht fast nichts, ab 3000 wie ein Kleinkraftrad und ab 5500 explodiert sie und du bekommst das Vorderrad kaum auf den Boden.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Hier sind ja mal ein paar Wirtshausgeschichten über die Kawas unterwegs. Meine H2 (74PS) geht schon noch ein bisserl besser als der Büffel von meinem Kumpel Franz.

    Ich denke das liegt schon auch mal am Gewicht. Nimm mal eine H2 Kurbelwelle in die Hand und dann eine Büffelwelle. Da sind gefühlt schon mal 10Kg Unterschied. Dann die ganze Wasserkühlung das wiegt halt einfach viel. Mein Fahrwerk ist mindestens genauso gut wie das vom Büffel. Wenn nicht sogar besser. An der Zuverlässigkeit fehlt es auch nicht. Der Ruf ist viel schlechter als die Wirklichkeit. Bei den Kawas gibt es halt viel Bastler die rumprobieren ob man das Ding noch schneller machen kann. Dann gehen sie halt kaputt. Lässt man das alles original, wie das in der Regel bei den Büffelfahrern gemacht wird, dann halten die Kawas auch. Ihr kennt doch sicher den Karl (so glaube ich heißt er) mit seiner KH250. Die hat weit über 100000 Km drauf. Also lasst mal die Kirche im Dorf.

    Ich habe die Kurbelwelle von meiner GT550 mit Cruzinimage Teilen selbst überholt. Läuft super. Nicht wie manche sagen daß die nach 100Km auseinander fliegt. Blödsinn.

    Auch die Kolben sind von denen. Meine Zylinder haben auch noch STD Maß.

    Bei Suzuki war man mehr Detailverliebt, hat immer schön Modellpflege betrieben. Richtig Bodenständig. Von der Verarbeitung ist das das bessere Motorrad. Nur den Kick bei der Kawa, dieses wilde verruchte schreiende Biest, bekommt man von der Suzi nicht.

    So hat jede ihre Berechtigung. Mann sollte einfach beide haben.

    Ich bin so ein glücklicher.

    Pit

  • Deine Geschichte erinnert mich ein wenig an die Märchen, die sich über die MT-01 erzählt werden und die ich auch nicht bestätigen kann - bis hin zu Mädels, die auf dem Sozius aufgrund der Vibrationen angeblich einen Orgasmus bekommen haben. :lachen:


    Einen Vorteil haben diese Märchen aber: sie treiben den Wert nach oben. :ja:

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  • Was das Fahrwerk angeht war die H2 besser als ihr Ruf. Der kam von der H1, bei der H2 hatte auch Kawa was gelernt. Lt. Martin war der wirkliche Schwachpunkt das Getriebe, dass man von der H1 übernommen hatte. Beim Büffel wurde das Getriebe für diesen entwickelt und auch in der 550 verwendet. Thomas Wahle erzählte mir mal, dass die Kawa Spezialisten das Getriebe durchgerechnet hatten und zum Ergebnis kamen, dass es für ca. 130PS gut wäre. Kann man auch daran sehen, dass es, bis auf Detail Veränderungen auch in der GS/GSX Reihe verwendet wurde.

    Man konnte das Getriebe von der T500 nicht wirklich verwenden, da es wohl eine Sackgasse darstellte.

    Interessanterweise hab ich mir mal die Produktionszahlen angeschaut, bei der Kawa sind es „nur“ rund 47Tsd, während es beim Büffel rund 77Tsd waren. Okay, der Büffel wurde knapp 2 Jahre länger gebaut. Bei der Stückzahl bin ich nach den Motornummern gegangen und nicht nach den Rahmennummern, da die japanischen Rahmen einen eigenen Nummernkreis hatten.


    Die KH 250 paßt nur bedingt in den Vergleich, da sie weniger Leistung hatte und im ganzen solider gebaut war.

    Büffel ist einzig, aber nicht artig

  • Gibt es Unterschiede zwischen den Nykasil- und den Grauguß-Motoren und wenn ja welche, bzw. Woran kann ich das erkennen?


    Gruß Stefan

    ....die SCEM Zylinder haben zusätzliche Überströmer und sind von außen leicht zu erkennen an den höheren hinteren Stehbolzen und an der Einprägung E vor der Hubraumangabe 543CC...allerdings wurde das E bei den ersten Motoren wohl nicht verwendet...


    GT550_Merkmala_SCEM Motor.jpeg    Screenshot_20251010-231913_Chrome.jpg


    Hier kannst du mal die ganze Geschichte der GT550 studieren, Stefan...


    Einen Moment bitte …

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    Gruß Klaus

  • Erst mal danke Klaus. Die Geschichte lese ich noch. Das heißt aber, daß es außer den längeren Stehbolzen und natürlich den Zylindern keine Unterschiede gab?


    Gruß Stefan

    Moin Stefan, das steht alles in der "Geschichte"...es gab natürlich noch weitere Unterschiede...


    Hier mal nur auszugsweise:


    • Zündung, Anlasser, Lichtmaschine und Regler von „Nippon Denso“.
    • Zündzeitpunkt 22 Grad vor OT in der EU. Der nordamerikanische Zeitpunkt blieb unverändert.
    • Übersetzung in der EU von 16/40 auf 15/36 geändert – nordamerikanische Version unverändert.
    • Frühe „M“-Modelle verwendeten Vergaser mit der Kennzeichnung 34620, wobei alle drei Hauptdüsen die Nummer 100 trugen. Spätere „M“-Maschinen waren mit drei Hauptdüsen der Nummer 102.5 und Vergasern mit der Kennzeichnung 34621 ausgestattet. Eine weitere Änderung wurde bei sehr späten „M“- und frühen „A“-Maschinen mit Vergaserkennzeichnung 34622 vorgenommen, bei denen links die Hauptdüse auf 105 vergrößert wurde.

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    Gruß Klaus

  • Lt. Martin war der wirkliche Schwachpunkt das Getriebe, dass man von der H1 übernommen hatte.

    Da muss ich wiedersprechen. Die Getriebe sind nicht identisch. Die H2 hat eine andere Primärübersetzung. Die Zahnräder haben ein anderes Modul.

    Wenn die Getriebe gut ausdistanziert sind, halten die. Der Hilmer hat gemessene 125PS am Hinterrad. Und so weit ich weiß mit dem org. Getriebe. Die Kupplung ist allerdings vom Schippman. Das würde die originale nicht aushalten.

    Pit

  • Ich habe mir die Sammlung nur oberflächlich angesehen. Die meisten Motoren sind von Suzuki. Aber es war auch ein Hondamotor dabei 550 oder 750 Four und ein Kawamotor war m. E. auch dabei, wahrscheinlich Z 1000.


    Gruß Rimme

  • Noch eine Frage zur Lichtmaschine. Ziehe ich die beiden Kohlen einfach nach unten raus, oder gibt es etwas besonderes zu beachten. Der Halter für die Kohlen Schein nur sehr schwierig zu bekommen zu sein.


    Gruß Stefan

  • Ich habe mir die Sammlung nur oberflächlich angesehen. Die meisten Motoren sind von Suzuki. Aber es war auch ein Hondamotor dabei 550 oder 750 Four und ein Kawamotor war m. E. auch dabei, wahrscheinlich Z 1000.


    Gruß Rimme

    Falls ein CB750G-Motor dabei sein sollte, dann könnte das u.U. interessant sein. Konkret brauchen tue ich aber keinen. Hängt vom Zustand und dem Preis ab.

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  • Hallo zusammen, ich hätte mal wieder eine Frage an euch. Ich möchte meine GT mit einer zweiten Scheibe am Vorderrad ausstatten. Einen Bremssattel und eine Scheibe habe ich schon. Gibt es ein Teil zur Halterung des Bremsschlauches für die linke Seite am Schutzblech so wie rechts. Und wenn ja gibt es dafür eine Teilenummer? Oder hat jemand von euch so ein Teil zu verkaufen?


    Gruß Stefan

  • Hallo zusammen, ich hätte mal wieder eine Frage an euch. Ich möchte meine GT mit einer zweiten Scheibe am Vorderrad ausstatten. Einen Bremssattel und eine Scheibe habe ich schon. Gibt es ein Teil zur Halterung des Bremsschlauches für die linke Seite am Schutzblech so wie rechts. Und wenn ja gibt es dafür eine Teilenummer? Oder hat jemand von euch so ein Teil zu verkaufen?


    Gruß Stefan

    Moin Stefan...willst du wirklich Bremsschläuche verwenden? Warum keine schwarz überzogenen Stahlflex?

    Die Stahlflex sind im doppelten Sinn die bessere Alternative...

    • Technisch weitaus besser als Gummischläuche
    • können ohne jegliche zusätzliche Halterung an den Bremssätteln montiert werden

    Überleg dir das gut... :!:

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    Gruß Klaus