Bremse quietscht

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    • Bremse quietscht

      Moin zusammen!

      Meine Bremse treibt mich in den Wahnsinn - sie lässt sich das Quietschen nicht abgewöhnen.

      Ausgangssituation:
      Ich hatte beim Aufbau des Büffels die Bremse komplett auseinander und gereinigt - neue Edelstahl Nachbaukolben, Vesrah Bremsbeläge von Hoffi. Natürlich zusätzlich einen kompletten Dichtsatz, sowie Stahlflexleitungen.
      Zusammen gesetzt hatte ich es natürlich mit Kupferpaste (hinter die Beläge).

      Die Bremsen qietschten seit der ersten Fahrt - verschiedene Versuche (die ich mir hier und in dem kettle clinic Forum angelesen hatte) blieben erfolglos.
      Darunter waren: verschiedene gezielt sanfte und scharfe Bremsmanöver, erneutes Schmieren der Belagrückseiten, Anschleifen von vorn, Brechen der Belagkanten, sogar das Hinterlegen der Beläge mit einer Kupferscheibe (zwischen Belag und Kolben - hatte im Kettle-Forum gelesen). Wobei das bislang die wirksamste Methode zu sein schien; aber nicht zufriedenstellend.

      Nun stehen noch zwei Dinge auf meiner Liste:
      1. andere Beläge - immer wieder liest man, dass es mit den alten Organischen Belägen nie gequitscht hätte. (Ich meine aber auch die Vesrah vom Hoffi wären organisch)
      a) Deshalb habe ich in meiner Schrottkiste geschaut und tatsächlich die alten Beläge gefunden. Diese einzusetzten habe ich gestern versucht. Dazu komme ich unten.
      b) Neue organische Bremsbeläge - gibt es brauchbare? Auf einem Bild bei Hoffi habe ich bei den Belägen noch zusätzliche Bleche gesehen - gibt es "Antiquietschbleche" für die GT?

      2. Mir ist weiterhin noch ein Unterschied in den Kolben aufgefallen: Die original Kolben hatten einen Buckel in der Mitte - sodass die Beläge also nur an einem Punkt gedrückt wurden. (Steht auch in einem Service Bulletin) Das haben meine Edelstahlkolben natürlich nicht. Wenn keine andere Maßnahme wirkt, bestelle ich mir bei Cruzinimage Nachbaukolben mit, die auch den Buckel haben und zerlege die Bremse nochmal.

      zu 1a)
      Ich habe also die alten Beläge gereinigt und eingesetzt. Zumindest versucht. Es zeigt sich, dass ein äußerer Belag schwer in den (am Holm festen) Halter geht. Nachdem ich ihn mit Hilfe der Bremspumpe einigermaßen in Position gebracht hatte fiel mir auf, dass dieser Belag sich in dem Halter eigentlich bewegen müsste. Er muss die Bremsscheibe ja wieder frei geben - denn der Halter ist ja schließlich am Holm fest, er bewegt sich also nicht relativ zur Bremsscheibe. Mein Vorderrad lässt sich nun nur noch schwer drehen.
      Meine Frage also: wie stramm gehen die Beläge eigentlich in diesen Halter?

      zu 1b) Welche Beläge (möglicherweise mit Antiquietschblech) könnt ihr empfehlen?

      zu 2. Ist die Qualität der Bremskolben von Cruzinimage ausreichend gut?

      und noch eine Zusatzfrage:

      Wie tauscht ihr die Beläge?
      Das Suzuki-Brems-Handbuch gibt vor, dass die Beläge in den Sattel eingesetzt werden, ohne diesen zu zerlegen (Sattel am Holm - Vorderrad ausgebaut)
      Das Haynes schlägt vor, die Sättel zu zerlegen, also an den Schiebebolzen, so dass alle drei Teile (Halter sowie innerer und äußerer Sattelteil einzeln sind) und das Vorderrad eingebaut zu lassen.

      Ich bevorzuge es, die Sättel zusammen zu lassen, aber vom Holm zu nehmen. Ist aber etwas fummelig, dann die Beläge an Ort und Stelle zu bekommen...

      Beste Grüße
      Gunnar

      PS: anbei Bilder der alten „Buckel-Kolben“ und der alten Beläge
      Files
    • Moin Gunnar,

      auch die originalen Kolben drücken nur mit dem Rand. Der Buckel ist aus Blech und hat wahrscheinlich bestenfalls die Wirkung einer relativ schlappen Tellerfeder. Die Kraft beim Bremsen überträgt dieses Blech definitiv nicht.

      Die Beläge sollten sich ohne großartigen Kraftaufwand montieren lassen. Ich hatte allerdings auch früher schon den Eindruck, dass die Dinger im Laufe der Zeit immer fester sitzen. Vielleicht einfach mal mit der rotierenden Messingbürste durch die Aufnahmebohrung gehen.

      Weiterhin passen Beläge aus dem Zubehör (Louis, Polo und Konsorten und deren Hausmarken) manchmal schlicht und ergreifend nicht. Meist sind sie zu dick und der Rückstand auf der Rückseite, wie er im Bremsen-Bulletin beschrieben ist, passt nicht. Manchmal ist auch der Durchmesser zweifelhaft.

      Gruß
      Dirk
      Über 1000 Beiträge, alle weg :klo:
      Dann eben von vorne........scheiß drauf :D
    • Moin,
      das Quietschproblem haben wir alle schon gehabt, so wie Dirk schrub, sollte der bewegliche Belag freigängig sein.
      Auch der kleine Metallbügel im Halterahmen wird gern vernachlässigt, der muss auch leicht beweglich sein!!
      Ich habe die besten Erfahrungen mit den engl. Lucas (Girling) Bremsbelägen gemacht; beste Regentauglichkeit. Weitere Abhilfe bietet das Lochen der Scheiben, da bleibt die Belagoberfläche immer sauber. Statt Kupferpaste nehme ich seit einigen JAhren immer Keramikpaste. Gruss Martin
    • Moin Gunnar...mich haben die Originalbremsen an beiden Mopeds, also 250er und 550er wegen Quietschens ebenfalls schier zum Wahnsinn gebracht...
      Habe dann zunächst neue gesinterte Bremsbeläge von EBC eingebaut...das Quietschen wurde dadurch eher noch stärker...dann Kupferpaste hinter die Beläge und danach noch Antiquietschpaste von Liqui Moly....alles völlig für die Katz.
      Mein Reifenhändler sagte mir dann, dass man bei den ollen Mopeds keine gesinterten, sondern organische Beläge nehmen sollte...
      Nach Umrüstung auf organische EBC Bremsbeläge....z. Bsp.: diese hier... wurde es deutlich besser und seit ich an beiden Mopeds auch noch die alten riefigen Scheiben rausgeschmissen und durch gelochte EBC-Scheiben ersetzt habe, gibt es keinerlei Quietschen mehr....und die Bremswirkung ist im Vergleich zu den alten orischinalen Scheiben auch deutlich besser geworden....
      Fahre so mit beiden Mopeds schon viele Zigtausende Kilometer und es quietscht nix...

      :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
      ca. 1400 Beiträge futsch...
      :heuldoch:
      also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...

      Gruß Klaus
    • Hi Ihr drei!

      Danke für de Hinweise!

      Ich werde also im nächsten Schritt die alten Beläge "gangbar" machen und schauen, was das bringt.

      @Dirk: Bist Du sicher, dass tatsächlich nicht nur die Hubbel den Druck übertragen? Ich hatte mir die alten Kolben im Vorfeld schon genauer angeschaut, und nur auf dieser Erhöhung Spuren der Berührung mit den Belägen feststellen können. Deshalb war ich davon ausgegangen. Wenn's interessiert, könnte ich eine solche Scheibe mal ausbauen (aus dem Kolben trennen) und messen wie stark sie ist.

      Ich hatte außerdem bereits heut Morgen eine Nachricht an den Hoffi geschickt, ob es sich bei den abgebildeten Blechen tatsächlich um Antiquietsch handelt.
      Es kam kurz darauf ein Anruf. Er bot an, mich auf dem Wege der Quietschverhinderung zu unterstützen. Sein Vorschlag war auch, zuerst die alten Beläge zu probieren. Dann diese Bleche - sie sind wohl für Kawas vorgesehen - und erst dann Kolben mit Hubbel.

      Als weitere Option notiere ich also:
      Verwendung von Keramikpaste,
      Beläge von Girling,
      Lochen der Scheiben
      organische Beläge EBC
      EBC-Scheiben


      Beste Grüße
      Gunnar

      PS: Eine Sache vergaß ich noch: Hoffi erwähnte das Abziehen der Scheiben mit einem Schleifleinen - ich gebe zu, sowas habe ich noch nicht gemacht. Sinnvoll? Und wie genau führt man es richtig aus?
    • Hi Gunnar, das ist auch nur ein Teil der Optionen.
      Ich habe an meinem Alltagsbüffel GS 750 Bremssättel dran,
      bessere Bremswirkung, größere Belagauswahl und kein Quietschen mehr und preiswert zu bekommen.
      Man kann auch die GS Tauchrohre und dazu die passenden GS Bremsscheiben nehmen (275 mm), das passt alles.
      Die Bremsscheiben an meiner GT sind vor Jahrzehnten mal von der Fa. Hänsle gelocht worden,
      ich habe die heute angefragt, ob sie das immer noch machen. Gruss Martin
      Files
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    • Ich stimme meinen Vorredner in allen Punkten zu. Nur noch folgende Bemerkung, Quietschen entsteht durch kippeln der Beläge an der Scheibe und dies ensteht durch Spiel an einer oder mehrerer Stellen. Deshalb sollten sollten die Beläge im Halter zwar stramm sitzen, aber nicht zu stramm. Weiter sollten die Beläge auch an den Seiten, unterhalb der Verschleissmarke zum Kolben hin, geschmiert werden. Auch zu lockere Beläge führen zum Quitschen.
      Hast du auch mal die Führung der Schrauben im Halter geprüft, wenn die oval gezogen sind, kann es auch zum Quitschen kommen.
      Hast du auch mal die Kolben und die Bohrungen vermessen?
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Puh,

      da kommen ja eine Menge Punkte zusammen - danke Euch!

      Also, den Hinweis mit dem Umbau auf GS Scheiben nehme ich gerne mit, allerdings bin ich dahingehend doch der "Originalheimer" und würde die GT-Bremse lieber so belassen.
      Das Lochen wäre noch eine Option, wobei man sich das auch eintragen lassen müsste...
      Fa. Eckert macht das meines Wissens nach auch noch.

      Bewegen, aber stramm sitzen ist der Punkt - das werde ich versuchen heut Nachmittag hin zu bekommen - bei dem einen alten Belag (die anderen drei scheinen ordentlich zu sitzen)

      Schmieren an der Seite - da bin ich sicher ist auch von der Paste gelandet - würde aber beim nächsten Mal explizit drauf achten.

      Vermessen hatte ich nichts, da ich beim Zerlegen/Zusammenbau nicht damit gerechnet hatte, hier auf Probleme zu stoßen. Werde ich spätestens beim nächsten mal machen, wenn ich die Teile einzeln in den Händen halte.

      Ich hole noch die folgenden Fragen wieder hervor, da bin ich auch an Meinungen interessiert.

      PeterHacke wrote:

      Hoffi erwähnte das Abziehen der Scheiben mit einem Schleifleinen - ich gebe zu, sowas habe ich noch nicht gemacht. Sinnvoll? Und wie genau führt man es richtig aus?

      PeterHacke wrote:

      Wie tauscht ihr die Beläge?
      Das Suzuki-Brems-Handbuch gibt vor, dass die Beläge in den Sattel eingesetzt werden, ohne diesen zu zerlegen (Sattel am Holm - Vorderrad ausgebaut)
      Das Haynes schlägt vor, die Sättel zu zerlegen, also an den Schiebebolzen, so dass alle drei Teile (Halter sowie innerer und äußerer Sattelteil einzeln sind) und das Vorderrad eingebaut zu lassen.

      Ich bevorzuge es, die Sättel zusammen zu lassen, aber vom Holm zu nehmen. Ist aber etwas fummelig, dann die Beläge an Ort und Stelle zu bekommen...

      Beste Grüße
    • Hi,
      Umbau auf GS bzw. Katana Scheiben fällt bei einem Reimo Umbau garnicht auf, sondern gibt die sportliche Note :-), ausserdem wandert dann mehr Gewicht hinter die Lenkachse, gibt mehr Handlichkeit. Gruss Martin
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      The post was edited 1 time, last by martingt750 ().

    • PeterHacke wrote:

      PeterHacke wrote:

      Ich bevorzuge es, die Sättel zusammen zu lassen, aber vom Holm zu nehmen. Ist aber etwas fummelig, dann die Beläge an Ort und Stelle zu bekommen...
      Beste Grüße
      Ich mach es auch so, also ich zieh die Sättel vom Holm ab und fummele zuerst den äußeren/verschraubten Bremsbelag rein schraub den dann fest und dann kommt der Andere dran....danach Sattel wieder über die Scheibe stülpen und am Holm festschrauben...
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      Gruß Klaus
    • Hallo,
      da bin ich ja nicht alleine. Habe neue Kolben von Hoffi und Beläge von Vesrah im Büffel. Dann fing die Musik an. Wenn ich die Scheiben und Beläge mit Bremsenreiniger einsprühe,habe ich 5 min Ruhe. Es fing doch alles an,als die Beläge ohne Asbest hergestellt wurden. Es muß doch eine einfache Lösung geben,ohne Scheiben zu lochen und andere Sättel zu verbauen. Mit dem alten Plunder,quietschen meine Bremsen nicht .
      Gruß
      Gerd
      .
    • ....hab noch was vergessen...in den 3 Bremssätteln meiner 2 Ladies hab ich die alten Originalkolben drin...haben die nachgefertigten Edelstahlkolben zusätzlichen negativen Einfluss, was das Bremsenquietschen angeht?
      Könnte man so beinahe aus euren Beiträgen entnehmen...

      :kratz: :kratz: :nixwiss:
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      Gruß Klaus
    • Moin Leute!

      Es ist recht spät, das Essen fast fertig, also nur ein kurzes Update:

      1. Heute habe ich die Sättel mal zerlegt, wie das Haynes es vorschlägt. Klappte ganz gut, war auch erforderlich, da die Beläge fest im Halter saßen.
      2. um die Beläge gangbar zu machen habe ich zart mit einer Feile am Rand abgenommen. Klappte gut, sie saßen anschließend spielfrei aber beweglich. Schmiere an die Seite und zum Kolben hin, jedoch nicht übertrieben.
      3. Probefahrt ohne irgendeinen Ansatz von Quietschen! Unglaublich, das hätte ich nicht erwartet.

      @Klaus: :P
      @Devil: ja, Du bist nicht allein...

      Und nun, wie weiter?
      Die nun eingesetzten alten Beläge sind eigentlich noch ausreichend dick. Leider hat einer der inneren ein Durchgangsloch, wo die Schraube sitzt. :/
      Den würde ich doch ungern weiter fahren wollen.
      Also entweder kann ich einen brauchbaren Alten finden, oder muss mich durch die neuen organischen probieren. (Angefangen mit den von Klaus empfohlenen)
      Ich denke das wird die Marschrichtung.
      Was meint Ihr?

      Grüsse
      Gunnar
    • Mein Tip ist AP Lockheed LMP103ST , habe ich seit einiger Zeit in den originalen Büffelsätteln montiert und n.m.M. das Beste was ich je gefahren habe! Und von Vesrah über EBC etc. hab ich so Einiges probiert in 38 Jahren!

      Gruß

      Karl
    • Ich hatte die EBC , anfangs null Bremsleistung und gequietscht wie die Hölle. Die Auflagefläche war nur ein Bruchteil der Gesamtfläche, deshalb ist die Oberfläche auch regelrecht verbrannt. Ich hab den Belag eingespannt und so abgedreht das beinahe die gesamte Fläche auf der Scheibe anliegt, Danach hat der Belag nie wieder Geräusche von sich gegeben, Bremsleistung, naja, geht. Nass aber sehr wenig Bremsleistung. Momentan hab ich die Gruzinimage montiert. Anfangs geräuschlos , aber halt auch nicht besonders gute Bremsleistung, so langsam bahnt sich ab und an ein leichtes gequietsche an. Ich bau die bei Gelegenheit mal aus und zieh die mal ab bzw ich sehe mir mal die Auflagefläche an. Der Belag war am Rand mit einer dicken schwarzen Farbe bestrichen, so dick das der Belag nicht in den Zylinder gepasst hat, muss man etwas abschleifen, geht aber ganz leicht ab. Nass bremst der Belag nicht besonders, eher schon sehr schlecht, ist aber auch erst ein paar hundert km eingebaut. Zum einbauen zerlege ich nicht die Sättel, geht eigentlich sehr einfach und auch sehr schnell , denk vielleicht 10 Minuten Arbeit.
    • Hogger GT wrote:

      Ich hatte die EBC , anfangs null Bremsleistung und gequietscht wie die Hölle. Die Auflagefläche war nur ein Bruchteil der Gesamtfläche, deshalb ist die Oberfläche auch regelrecht verbrannt. Ich hab den Belag eingespannt und so abgedreht das beinahe die gesamte Fläche auf der Scheibe anliegt, Danach hat der Belag nie wieder Geräusche von sich gegeben, Bremsleistung, naja, geht. Nass aber sehr wenig Bremsleistung.
      Weißt du ob es die organischen EBC Beläge oder die sog. gesinterten Bremsbeläge waren? Die quietschten bei meiner GT550 ganz furchtbar....
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      Gruß Klaus
    • Hi all,
      Sinterbeläge brauchen auch darauf abgestimmte Scheiben. Die GT Scheiben gehören eher nicht dazu,
      Gruss Martin
    • GT Karl wrote:

      Mein Tip ist AP Lockheed LMP103ST , habe ich seit einiger Zeit in den originalen Büffelsätteln montiert und n.m.M. das Beste was ich je gefahren habe! Und von Vesrah über EBC etc. hab ich so Einiges probiert in 38 Jahren!

      Gruß

      Karl
      Hallo Karl...mal ne Frage....fährst du die AP Racing Bremsbeläge auf den orischinalen Suzukischeiben?
      Ich könnte mir vorstellen, dass tatsächlich die Reibpaarung Scheibe/Bremsbelag durchaus einen großen Einfluss auf die Bremsqualität und auch evtl. auch auf das Quietschen(???) hat.
      Die gelochten EBC Scheiben sind aus wärmebehandeltem Carbonstahl und unterscheiden sich ganz sicher von den alten SUZUKI Bremsscheiben, so dass bei Verwendung von unterschiedlichen EBC Belägen (gesintert oder organisch) und diesen EBC Carbonstahlbremsscheiben oder aber den ollen Bremsscheiben sicherlich ganz unterschiedliche Bremserlebnisse entstehen....

      Ich hab diese gelochten EBC-Carbonstahlscheiben und die organischen EBC Beläge und meine Mopeds bremsen damit hervorragend im Vergleich zur vorherigen Orischinalscheibe...
      Bei Regen stimm ich Hogger zu...

      ...aber da fahr ich grundsätzlich nie!!!
      In nahezu 10 Jahren bin ich genau 2 Mal in ein Gewitter gekommen und bei der GT550 war die Bremswirkung trotz gelochter Scheiben deutlich verzögert....das ist jedoch weitgehend normal, denn im Gegensatz zu unseren 4-rädrigen Gefährten haben die GT Bremsen ja auch keinerlei Spritzwasserschutzbleche....
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    • wilde Linde wrote:

      :kratz: Ich hab das rein aus Neugier mal gegoogelt. Von Lockheed war da auf die Schnelle nichts zu finden. Aber von AP Racing als Marke/Hersteller. Schreibfehler?
      Mal das Lockheed weglassen. Das ist die uralte Bezeichnung der Firma. Passiert mir aber auch regelmäßig, wenn ich was von denen suche.
      Gibt es z.B. hier

      Gruß
      Dirk
      Über 1000 Beiträge, alle weg :klo:
      Dann eben von vorne........scheiß drauf :D
    • Ja stimmt, Lockheed kommt da nicht mehr vor, ist halt Gewohnheit :whistling: ! Es sind keine ausgesprochenen Racing Beläge und ich fahre sie mit (übrigens auch von Hänsle) gelochten Originalscheiben in Kombination mit Godrich Stahlflexleitungen und einem überholten HBZ sowie gereinigten und mit eingeläppten Kolben versehenen Zangen eine Kombi die modernen Bremsen in kaum einem Punkt nachsteht....ausser bei Nässe! Und Quitschen tut nur der Vorderreifen bei entsprechender Handkraft ;) !


      Karl
    • Wenn wir schon gerade beim Thema sind Karl, was macht den Unterschied, was das Nassbremsverhalten angeht, zwischen neueren Systemen ( GSX) und einem älteren, wie dem von dir modifiziertem?

      Du sagst ja im Trockenen stehst einer moderneren nicht viel nach. Gelocht sind die Scheiben auch, bleibt doch nur die Dicke der Scheiben und Reibpaarung übrig oder seh ich das falsch.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Moin zusammen!

      da kommen ja wirklich eine Menge Erfahrungen zusammen!
      Danke für die rege Teilnahme!

      Ich hatte gestern natürlich auch schon gelesen, aber noch nicht gezuckt, weil ich recht unentschlossen über den nächsten Schritt sinniert hatte.
      Die von Karl empfohlenen Beläge zu besorgen kristallisiert sich als favorisierte Lösung raus.
      Denke die werde ich probieren und dann berichten.
      Zuerst allen noch einen schönen Sonntag :thumbup:

      Grüße
      Gunnar
    • Ja Mario, das siehst du richtig! Ich habe darüber mal in einem anderen Thread hier vor etwa 3 Jahren was geschrieben! Die Japaner haben manchmal wohl die Optik der Funktion untergeordnet, zumindest in den frühen Jahren. Ein schlechtes Beispiel sahen sie, als es um die Einführung der Scheibenbremsen ging, wohl in den Gusscheiben, wie sie bei Guzzi und Ducati verwendet wurden. Die rosteten und sahen nach zwei Tagen Nässe zum Wegwerfen aus! Mit jeder Menge Chrom im Eisen passiert das nicht,....aber die Scheiben werden auch hart und verschleißen nicht mehr.

      Die Reibpaarung ist letztlich entscheidend, die Diffusion von Partikeln des Belags in die Oberfläche der Scheibe spielt dabei auch eine gewisse Rolle. Dieser Effekt wird deutlich durch das Anwachsen der Bremswirkung nach einer "Einfahrzeit", auch bei perfekter Anpassung der Auflagefläche bei der Montage!

      Mir fiel vor vielen Jahren auf, dass bei einem großen Automobilhersteller aus dem Bayernland die Bremsscheiben schneller verschlissen als bei den Konkurrenten! Meist war beim Belagwechsel auch ein Satz neuer Scheiben fällig, jetzt könnte man sagen: die Fahrer dieser Marke fahren entsprechend, da werden die Bremsen eher fällig! Das trifft es nicht, dann wären einfach nur die Beläge eher fällig und die Scheiben eben auch erst beim nächten Mal. Ein Kundendienstingenieur von BMW hat mir meine Erfahrung bestätigt, die bessere Bremsleistung käme durch die "weicheren" Scheiben, dafür nähme man den höheren Summenverschleiss in Kauf!

      Die schon fast legendär schlechte Nassbremsleistung ihrer ersten Scheibenbremssysteme ist den Japanern sicher auch aufgefallen. Und da sie solchen Phänomenen dann meist akribisch auf den Grund gehen, bestand auch für sie die Lösung darin die Reibpaarung anzupassen. Ich erinnere mich, dass wir ab den GSX Modellen Anfang der 80er auch bei Suzuki verschlissene Bremsscheiben getauscht haben. Und das diese Motorräder auch bei Nässe gebremst haben, ohne dass einem unter dem Helm die Haare zu Berge standen, wenn man völlig ohne Wirkung am Hebel gezogen hat.

      Bei den GT Modellen mit ihren Panzerstahlscheiben bleibt dann nur übrig, entweder andere Scheiben oder die möglichst besten zur Scheibe passenden Beläge zu suchen, die zumindest im Trockenen das Bremsen brauchbar machen!

      Die Scheibendicke hat sicher einen Einfluss auf das Erwärmen der Scheibe während des Bremsvorgangs, einem Faktor, den ich noch gar nicht erwähnt habe. Rennbremsbeläge werden z.B. für einen ganz anderen Temperaturbereich hergestellt als Serienbeläge und würden am Serienmotorad als schlecht empfunden werden, da sie nur in "ihrem" Temperaurbereich gut funktionieren! Da kommt man aber auch als sportlich ambitionierter Fahrer nur auf der Rennstrecke hinein. Da liegt also der Unterschied auch bei den Serienbelägen, welcher Hersteller kriegt die Mischung des Belags für die Anforderungen am besten hin?

      Karl