GT250 vs RD250

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • GT250 vs RD250

      Guten Morgen zusammen, Hat jemand von euch den direkten Vergleich von ner GT250 zu den Yamaha RD250 luftgekühlt? Wer hat beide schon gefahren? Wie ist die RD in puncto Fahrverhalten, Leistung, Geschwindigkeit, Fahrwerk? Wie siehts mit Verarbeitung, Qualität und Zuverlässigkeit aus? Ne ganz andere Kategorie wird denke ich die luftgekühlte 350er RD sein. Wenn jemand hierzu was sagen kann gerne. Viele Grüße Christof
    • Hab jetzt leider nicht den VGL mit der GT, da ich nur die RD gefahren bin.
      Ich meine, die RD war die etwas sportlichere, lief damals mit 34 PS um die 160km/h.
      Verarbeitung und Quali sind sie sicher ähnlich, wobei das Hauptproblem heute wahrscheinlich einfach das Alter des Materials ist (zumindest meine Erfahrung mit dem Büffel).
      Die 350er hatte mein Bruder, die war, ich weiß aber nicht mehr warum, nie richtig zum laufen zu bekommen, weswegen er auf die RD 400 umstieg.
    • Also ist irgendwie wie der Vergleich BMW oder Audi. Es gibt keinen eindeutigen Sieger.
      Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht und ich die zeitliche Reihenfolge nicht durch einander bekomme, dann hatte Suzuki anfangs technisch und Leistungs mäßig die Nase vorn, 6 Gänge und als erste 30 PS (natürlich nicht DIN). Spätestens als Yamaha auf die Bezeichnung RD umstellte und es 6 Gänge und Membraneinlass gab, aber auch schon mit der DS7 (71), die schon vier Überströmer hatte, was bei Suzuki erst mit dem A Modell (76) gab. Fahr werks technisch tun sich beide nicht viel und verarbeitungsseitig ist der Ruf von Suzuki eine Spur besser. Aber das ist Geschmackssache.
      GTs sind von Suzuki ein wenig mehr auf standfestigkeit hin ausgelegt gewesen, spätestens als Yamaha das Leistungsrennen, auch mit dem Know-how und den Erfolgen aus den GP Maschinen, für sich entschieden hatte. Wirklich nur Geschmackssache, welche Optik man bevorzugt oder wie es mit den Ersatzteilen aussieht.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Hallo Christof.
      Ein Bekannter mit dem ich 1975 das Sauerland etwas sicherer gemacht habe hatte als erstes
      Motorrad eine RD250 mit 34PS. Er hatte nach 2000km den Vorderreifen blank, bei3000 den
      hinteren und bei 4000 den Fussrastenbügel durchgeschliffen. In der Beschleunigung waren
      beide gleich, in Kurven war meine SUZI besser und bei Endgeschwindigkeit war die JAMAHA
      besser. Mit Metzeler, Konis und Messingbuchsen waren wir die Könige im Sauerland.
      Gruss der Franz.
    • Mein Onkel hatte mal eine 79er RD 250 und hat mir auch schon ein paarmal an der GT weitergeholfen.

      Laut ihm war die RD zwar auf der Geraden in Geschwindigkeit und Beschleunigung sportlicher (seine hatte so um die 35 PS), hatte aber auf lange Sicht viel häufiger schwerwiegende Probleme mit dem Motor und war dementsprechend weniger langstreckentauglich. Die erhöhte Leistung wurde wohl mehr oder weniger mit deutlich niederer Motorstandfestigkeit erkauft. Er führte das u.a. auf das AutoLube-Schmierungssystem in der RD zurück, was im Vergleich zu Suzukis CCI-Schmierung das Öl NUR in die Ansaugkanäle der Vergaser fördert.

      Allerdings meinte er Mal im Zuge meiner Reparatureskapaden an Kupplung, Auspuff, Tacho vor ein paar Monaten, dass die RD in manchen Bereichen schrauberfreundlicher bzw. weniger "verbaut" war. Z.B. konnte man bei seinem Modell wohl den Auspufftopf vom Krümmer trennen, ohne gleich den ganzen Auspuff abbauen zu müssen. Auch an die Vergaser kam man an der RD angeblich besser ran. Kann ich selbst natürlich für die RD schlecht beurteilen, aber es stimmt schon, dass man für viele relativ kleine Reparaturen an der GT teils erstmal das halbe Motorrad auseinanderbauen muss :P
      Dafür ist die GT halt in vielen Bereichen stabiler da "kompakter" zusammengebaut.

      Also zumindest laut ihm läuft das Ganze ziemlich auf eine "Leistung Vs. Zuverlässigkeit"-Frage hinaus. Ähnliches haben auch viele Forumsmitglieder berichtet, als ich letztes Jahr nach Kaufberatungen/Erfahrungsberichten für meine Suzi fragte. :)
    • Ich bin beide gefahren, allerdings nicht aus den gleichen Baujahren, bei der 1974er RD250 erinnere ich mich an den ruhigeren Motorlauf, die RD klang irgendwie gesünder, sonorer, lag sicher am Membraneinlass! Leistungsmäßig war die GT250 A von 1976 auf Augenhöhe mit der 74er RD, fahrwerkstechnisch hatten beide Konis nötig und Kegelrollenlager im Lenkkopf! Insgesamt hatte die Suzuki die haltbarere, robustere Technik, die Yamaha war in der Verarbeitung etwas vorn. Das war immer das Problem bei Suzuki, Technik ausgereift und stabil, Verarbeitung, dem im Vergleich günstigeren Preis geschuldet, eben mit Abstrichen!

      Wir hatten früher im Suzuki Laden den Spuch: Stell eine Honda CB750 und eine Suzuki GS750 zusammen zwei Jahre in den Regen raus....... , die Honda putzt du ....die Suzuki lackierst du neu!


      Ich fahr trotzdem Suzuki ;) !

      Gruß

      Karl
    • cool, danke für eure Antworten. Ich dachte mir schon so was wie Leistung vs Zuverlässigkeit. Vielleicht bietet sich ja mal ne Gelegenheit und ich kann mir eine holen und dann wieder berichten. 350er wäre auch cool aber leider selten und teuer. Da gibts bei der GT noch nix zu meckern. Anschaffung hielt sich in Grenzen und Teile waren verfügbar und nicht sehr teuer (mal abgesehen vom vorderen Schutzblech, das suche ich immer noch). Vielleicht wird es auch irgendwann ne 380er oder 550er. Sind die von der Qualität und Robustheit mit der 250er vergleichbar?
      Grüße
      Christof
    • Moin,
      ich habe beide im direkten Vergleich in den 70ern gefahren, 75er RD mit 32 PS und 74er GT250L mit nominal 25,5 PS.
      Die RD ging etwas besser, top Speed nach Tacho über 170 km/h, die GT knapp 160 nach Tacho. Die RD hat aber in 1,5 Jahren 6 Kolben verbraucht, sie war sehr empfindlich bei Zündungseinstellung und Kerzenwärmewert. Die GT lief mit den Originalkolben über 50.000 km! Das Styling der RD war etwas "moderner" und der Motor lief etwas "sanfter" als bei der GT.
      Gruß Martin
    • Die Yamaha RD 250 ( Typ 552 ) und RD 350 ( Typ 351 ) hatten gerne Probleme mit den Kurbelwellen lagern / sitzen im Gehäuse , und mit herrauswandern der Alu Wuchtgewichten in der Kurbelwelle und daraus folgenden Motorschaden . Den Typ 352 später mit 350 ger Zylindern bin ich selber Gefahren und muss sagen die War etwas Sportlicher vom Motor her wie die GT 250 die ich Jetzt Fahre . Wenn Mann die Zündung bei der RD immer regelmässig geprüft hat , hatte mann auch weniger Ärger mit den Kolben .

      Fazit : Yamaha RD Sportlicher Motor , mehr Tuning möglichkeiten / Nachteil öffters Kaputt , Kurbelwelle und Kolben ! . Suzuki GT Nicht so Sportlicher Motor , in den Kurven Besser wie RD , wenig Tuning Möglichkeiten , Robuste Kurbelwelle wenig schrauben / Nachteil Rahmen kann mal am unterzug Risse bekommen .
    • Was man bei Suzuki auch nicht vergessen darf, die Konstruktion ist etwas älter und man hat weniger konstruktive Änderungen im Laufe der Bauzeit vorgenommen. Wenn man den Motor betrachtet, wurde er vom Modelljahr 69 bis einschliesslich 75, fast unverändert gebaut. Gröbere Änderungen einzig waren Ram Air, anderer Kolbenbolzen und Vergaser/ Auspuff, wobei ich die eigentlich nicht zum Basis Motor rechne. Und wenn man es noch weiter sieht, muss man den Vorgänger T20, seit 66, mitrechnen. Aber da wird es schwieriger mit der Kompabilität der Teile. Bei T250 bis GT250 M Modell incl. sind die Teile gegeneinander austauschbar. Da hat Yamaha im selben Zeitraum schon größere Änderungen gemacht.
      Was die Zuverlässigkeit angeht, hatte dies Suzuki zum Ziel erklärt, was man daran sieht, dass eigentlich zu lange Vergaserschieber eingebaut wurden, um die Maschine zu drosseln.

      Fun Fact, bei der 66er TT hat eine serienmäßige T20 in der 250 Klasse den 12. Platz belegt mit original Auspuf und Vergasern.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Und Suzuki stieg auf Umwegen mit der, noch sehr nahe am Serienoriginal T20 Super Six angelehnten, X6 wieder in den Straßenrennsport ein. Sozusagen die Urmutter aller mit X(R) Code bezeichneten Suzuki Straßenrennmaschienen. Die dann in kleinen Stückzahlen folgende TR250 verlor sehr schnell an Boden gegen die Yamahas und wurde kein durchschlagender Erfolg!

      Gruß

      Karl

      1589217344418896524987.jpg
    • spitze, danke für eure Antworten!
      Und wie ist die gt250 im Vergleich zur 380er oder 550er? Kann man das überhaupt vergleichen? Immerhin sind 380 und 550 doch deutlich schwerer und haben ein anderes Motorenkonzept. Kann man die 380 und die 550 auch noch als vergleichbar wendig wie die 250 bezeichnen? Mir geht es schon auch sehr um eine gewisse Wendigkeit und Leichtigkeit. Natürlich aber auch um die Qualität und Zuverlässigkeit.
    • Hi,
      relativ wendig sind alle GT´s. Aber ein 250er Twin ist von der Laufruhe und Elastizität nicht mit den 3 Zylindern zu vergleichen. Von allen luftgekühlten Gt´s sind die frühen 550er (Gusszylinder) mein Favorit, da sie schön unten heraus ziehen und recht handlich sind. Auch ist ein Dauer-Reisetempo von ca. 130-140 km/h ist gut möglich, auch zu zweit, ohne das Teil zu überanstrengen. Die 380er ist fast genauso schwer hat aber 15 PS weniger zu bieten und die 250er muß immer im richtigen Gang sein um Anschluss halten zu können. Es kommt auch immer darauf an, was man mit dem Mopped machen will, kurze Spritztouren oder auch mal eine längere Strecke,
      Bei richtiger Behandlung sind alle zuverlässig; in den 80ern sind wir von Berlin aus auch mit 250ern und 380ern nach Südfrankreich gefahren und alle wieder heil zuhause angekommen; damals sogar noch mit Kontaktzündung und dabei fast 1000 km Autobahn von Berlin nach Basel.
      Gruss Martin
    • Hallo Zusammen.
      Der Unterschied zwischen RamAir Motoren und Baureihe A/B ist auch zu beachten.
      Mit dem RamAir Motor kann man im 6ten Gang ab 20 Km/H beschleunigen, während man
      mit den Neueren unter 6000 U/min nicht ans Beschleunigen zu Denken braucht. Richtig
      Leistung kommt da erst ab 7500 bis 9500. Die X7 danach war 30 Kg leichter und spielte
      in einer ganz anderen Liga.
      Gruss der Franz.
    • Franz56 wrote:

      Hallo Zusammen.
      Der Unterschied zwischen RamAir Motoren und Baureihe A/B ist auch zu beachten.
      Mit dem RamAir Motor kann man im 6ten Gang ab 20 Km/H beschleunigen, während man
      mit den Neueren unter 6000 U/min nicht ans Beschleunigen zu Denken braucht.......


      Gruss der Franz.
      Also mit ner GT250 Ramair im 6. Gang ab 20 km/h beschleunigen ist doch reichlich übertrieben...ich hab ne 250L/M und Beschleunigen geht auf der Ebene und bergab im 6. Gang ab 50 km/h schon aber als Beschleunigung kann man das nicht wirklich bezeichnen...
      ca. 1400 Beiträge futsch...
      :heuldoch:
      also auf ein Neues...wir lassen uns nicht unterkriegen...

      Gruß Klaus
    • Mein erstes Motorrad war eine GT 250 Bj.76. Jetzt fahre ich eine GT 550 A. Die 250er ist bei hohen Drehzahlen fast explodiert, so ging sie subjektiv ab. Da ist die 550er nicht ganz so. Handlicher war die 250er natürlich auch, aber die 550er ist gegenüber den aktuellen Motorrädern auch sehr handlich.
    • Ich denke es ist schwer die 3 Maschinen wirklich zu vergleichen.
      Die 250 war seiner Zeit neben der Yamaha für EInsteiger "the bike to have". Während die GT550 einrichtiges großes Motorrad war.
      Nur ist das 45+ Jahre her und unsere Wahrnehmung v. Bikes als auch v. uns selbst hat sich verschoben.
      Die 250 waren heiss, wir leichter und beweglicher und im Vergleich zu den Fahrzeugen die wir vorher bewegt hatten, Mofa, Mokick, KKR, war das Teil eine Rakete. Nur heute würde ich bei einer Größe über 180 und einem Alter über 50 abraten.
      Die beiden Anderen haben sich, zumindest bei ihrem Erscheinen, in D nicht als Renner enpuppt, da sie versicherungstechnisch zwischen allen Stühlen sassen. Das hat sich bei der 380 mit Einführung der 27PS Klasse geändert. Das spiegelt sich aber auch in der Verfügbarkeit von Maschinen und Teilen wieder. GT550 selten, GT380 früh selten, spätere Modelle häufiger
      Die 380 ist eigentlich eine 250 mit einem weiteren Zylinder und einer geringen Literleistung. Ca. 102 zu 121PS, Werksangabe und SAE versteht sich. Interessant auch, dass die 250 werksseitig durch längere Vergaserschieber, entgegen dem Zeitgeist, auf Zuverlässigkeit gedrosselt wurde.

      Test aus der Zeit sind auch mit Vorsicht zu geniessen, nach Aussage v. Mini Koch, haben sie beim Hiller in Stuttgart, die GT250, vor dem ersten Test im Motorrad, noch fit gemacht durch geänderte Steuerzeiten und Kanäle, sowie geänderter Bedüsung. Lt. seiner Aussagesollen sie auc, zumindest die frühen, Probleme mit sich verdrehenden Kurbelwellen gehabt haben. Habe ich durch ihn auch zum erstenmal gehört.

      Fazit, welches Mopped hängt einzig von deinen Präferenzen und Leidensfähigkeit ab.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig