Ölpumpe undicht - Gewinde überdreht

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    • Ölpumpe undicht - Gewinde überdreht

      Hallo Leute, Die Ölpumpe meiner 250er ist undicht. Wahrscheinlich weil das Innengewinde für den Zulauf vom Öltank in die Pumpe in den ersten Gewindegängen überdreht ist. Also dort wo die Hohlschraube für den Ölzulauf angeschlossen ist. Ich kann also nicht mehr genug Anpressdruck aufbauen so dass die Dichtringe dichten. Die Dichtringe sind neu. Wie könnte man das Problem lösen? Wenn die Hohlschraube etwas länger wäre ginge es evtl. Weil wohl nur die oberen paar Gewindegänge hinüber sind. In den unteren müsste sie wieder greifen. Gibt es längere Hohlschrauben? Hat jemand ne bessere Idee? Viele Grüße Christof
    • Servus Oli,

      Klar, Schraube anfertigen! Mensch darauf bin ich nicht gekommen, sorry. Manchmal kommt man nicht auf die einfachsten Dinge! Ist das ne normale M6x1? Ich messe morgen mal nach.
      Das würde ich dem Helicoil vorziehen. Wenn's nicht geht kann ich später immer noch mit Helicoil versuchen.
      Ich hatte da auch schon ne etwas unkonventioneller Idee. Ich dachte darüber nach ob ich anstelle der Kunststoffringe einfach Dichtungspapier nehmen soll. Der Innendurchmesser hat exakt den gleichen Durchmesser wie ein Locher für Papier. Somit wäre die original Schraube etwas tiefer rein gekommen. Aber das ist wahrscheinlich Pfusch, das verwerfen ich mal schnell wieder und bastel mir ne längere Schraube.

      Danke und Grüße
      Christof
    • Moin zusammen,

      Helicoil ist perfekt dafür. Mache ich mittlerweile bei allen Pumpen schon vorsorglich und kann die Schrauben seitdem alle problemlos festziehen. Das Gewinde der Hohlschrauben ist ein Normgewinde M6x1.
      Natürlich muss es nicht das Original von Böllhoff sein, Bearcoil und wie sie alle heissen, tun es natürlich auch.

      Gruß
      Dirk
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    • Nabend Leute,

      Meine Ölpumpe bringt mich um! Hab jetzt nen Helicoil eingesetzt und die Pumpe wieder angebaut. Das Öl läuft durch den Schlauch Richtung Pumpe und die Pumpe lässt sich auch entlüften. Aber an den beiden Verteilerschläuchen am Pumpenausgang kommt jetzt kein Öl mehr an. Maschine kurz laufen gelassen, Verstellhebel von Hand gezogen aber nix kommt aus der Pumpe wieder raus. Was kann hier schief gelaufen sein?

      Grüße
      christof
    • Wenn Dir beim Entlüften der Versorgung vom Tank zur Pumpe keine Teile entgegengefallen sind und Du auch sonst die Pumpe nicht geöffnet hast, kann es eigentlich nur daran liegen, dass Du Luft in den beiden Verteilleitungen hast. Die musst Du auch entlüften, ansonsten komprimiert die Pumpe nur die Luftblasen und fördert kein Öl. Entlüften geht z.B. manuell mit einer Spritze. Ich benutze dafür ein Bremsenentlüftungsset aus dem Mountainbike-Bereich. Kannst auch bei Markus' Seite mal schauen. Denke da ist das auch beschrieben.

      Gruß, Chris
    • nabend...
      Um einen Gewindereparatureinsatz zu setzen muß man doch vor-bohren und Gewindebohren.
      Wenn die Piumpe nicht zerlegt war, hast Du dann anderweitig sichergestellt, daß Dir dabei kein Bohrspan dorthin in die Mechanik gerutscht ist, wo er nicht hingehört und möglicherweise den Durchfluß behindert oder Schäden verursacht?
      bis dann
      Markus
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    • Hallo Markus,

      Sicher ausschließen kann ich das nicht. Ich hab wohl nach dem Bohren sauber ausgeblasen und danach waren keine Späne mehr in der Bohrung zu sehen. Soll ich erstmal die vorderen Schläuche entlüften und dann die Durchflussmenge wie auf deiner Seite beschrieben prüfen?

      Grüße
    • Moin,

      ich mache es immer so, daß ich mit einer Spritze Öl von allen Seiten durch die Pumpe drücke und Pumpe sowie die Leitung vor dem endgültigen Zusammenbau möglichst komplett vorfülle. Dann die zylinderseitigen Anschlüsse leicht lösen und den Motor starten. Dann kannst du wunderbar sehen, wo Öl ankommt und wo nicht. Danach die Schrauben mit Gefühl fest ziehen und Spaß haben. Klappt bei mir eigentlich immer.

      Gruß
      Dirk
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    • ok, werden ich probieren danke. Versuche das morgen mal zu testen. Mittlerweile scheint sie auch an dem Fittinganschluss des Zuführungsschlauchs zur Pumpe zu siffen. Ich schau morgen mal ob ich da nen größeren Ölaustritt hab. Bei dem Ding scheint überall Öl rauszukommen, nur nicht da wo es soll :huh:
    • Hallo!

      Es bleibt ja kaum etwas anderes übrig, als jetzt zu probieren, ob die Pumpe überhaupt fördert. Die genaue Fördermenge ist erstmal zweitrangig. Dirks Methode mit den gelockerten Anschlüssen ist eine Möglichkeit. Weiter kann man auch verschiedenfarbige (helle/dunkle) Zweitakt-Öle verwenden; man sieht dann, wie der Übergang zwischen den Ölen sich durch die Leitungen bewegt. Also z.B. die Leitungen mit hellem Öl füllen und dunkles in den Öl-Tank geben.
      Im Standbetrieb/Leerlauf dann den Ölpumpenstellhebel von Hand auf Maximum halten, um die Sache zu beschleunigen.
      Motor ggf. mit Mischung 1:50 laufen lassen, wenn man unsicher ist, ob der Motor sonst Schmierung bekommt.

      Ansonsten müßte man die Pumpe abbauen und anderweitig antreiben, um ihr Förderverhalten zu ermitteln.

      Edit:
      nicht zu vergessen: die Pumpe fördert nur winzige Mengen; normalerweise im Bereich von knapp 1cm³/min bei Leerlaufdrehzahl und voll geöffnetem Stellhebel.
      Soll heißen: man muß etwas Geduld aufbringen, bis eine erkennbare Ölmenge bewegt wurde.

      Hier mal eine Rechnung:
      Für jede der vier Leitungen bleibt von der o.a. gesamt Fördermenge ein Viertel, also 0,25 cm³/min je Leitung.
      Der Innendurchmesser der Ölleitungen zum Motor beträgt etwa 2mm.
      0,25cm³ beanspruchen daher ein Leitungsstück von: 0.25cm³/((Pi*(0.2cm)^2)/4)=7,95cm, grob ca. 8cm.
      Bei entlüfteter Pumpe, Leerlaufdrehzahl und voll geöffnetem Pumpen-Stellhebel sollte sich daher in den Leitungen nach den Verteilern eine kleine Luftblase bzw. die o.a. Grenze zwischen verschiedenfarbigen Ölen innerhalb 1 Minute um ca. 8cm weiterbewegen.


      bis dann
      Markus
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    • Hallo Leute und danke für eure Tipps. Werde das versuchen umzusetzen. Zuerst muss ich die Pumpe wohl nochmal abbauen. Ich bekomme das Scheissding nicht dicht. Jeden Morgen ne Pfütze unterm Moped. Mal sehen ob ich das Leck finde. Danach baue ich sie wieder an und spritze überall Öl in die Leitungen und schau ob es dann auch am Zylinder ankommt. Ich mach das die nächsten Tage mal und melde mich dann wieder.

      Danke und Grüße
      Christof
    • Mach halt mal alles ab Öltankausgang sauber und trocken und geh etwas früher nachgucken, wo es leckt, nicht erst am nächsten Morgen, wenn sich das Öl wieder überall verteilt hat.
      Ich hatte schonmal ewig nach einem Leck an der Pumpe gesucht, und nachher war nur der Schlauchanschluß am Öltank undicht. Es lief ganz langsam und sachte ohne zu tropfen außen unten am Schlauch Öl runter auf die Pumpe, wo es nach dem saubermachen dann erst nach undichtem Fitting aussah und später nach komplett undichter Pumpe.
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    • Hallo zusammen,

      Also, ich hab das Ding abmontiert und mit dem Akkuschrauber getestet. Davor alles sauber und trocken gemacht. Die Pumpe funktioniert und pumpt wohl wie sie soll. Bei gezogenem Hebel mehr. Scheint also tatsächlich die Luft in den Schläuchen zum Zylinder gewesen zu sein.
      Gleichzeitig habe ich glaub das Leck gefunden. Es sifft am Schraubanschluss des Ringfittings der Ölzuleitung zur Pumpe. Ich hab versucht das neu abzudichten, mal sehen ob es dicht ist. Pumpe ist wieder montiert und ich werde mal beobachten ob es weiter sifft. Gleichzeitig hab ich alle Schläuche mit Öl vorgefüllt.
      Ich berichte wieder wenn's funktioniert (wenn nicht natürlich auch)

      Grüße
      Christof
    • Die Diskussion, welche Dichtringe nun die besten Ergebnisse liefern, hatten wir schon. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Stat-o-Seal-Ringen gemacht. Nylon-Repro oder Alu war ich nicht zufrieden mit. Neige aber auch dazu, sehr wenig Vorspannung auf die Hohlschrauben zu geben. Dann noch: es sifft gerne aus der Lagerung des Ölpumpenhebels. Da ist ein X-Ring auf der Achse, der gerne undicht wird. Auch mit neuen X-Ringen aus entsprechenden Service-Kits war ich bisher nicht zufrieden. Ich hab dann einen eher straffen normalen O-Ring genommen und - weil die Achse dann nicht mehr ganz leichtgängig läuft - durch Spiralfedern auf dem Gaszug dafür gesorgt, dass der Hebel nach dem Gasgeben auch wieder zurückgestellt. Aber jetzt schau erstmal, ob die Pumpe trocken bleibt. Wenn nicht, helfen Dir vielleicht die Hinweise.

      Gruß, Chris