Getriebeproblem

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    • Getriebeproblem

      Hallo Leute, hab gestern mit meinem BIMOTA Büffel die erste richtige Ausfahrt gemacht. Dabei mußte ich leider feststellen, daß etliche Male ein Gang rausgesprungen ist, ich glaube fast immer oder nur der dritte. Der Kraftschluß war für einiige Zehntelsekunden weg, dann ist der Gang von selbst wieder reingesprungen, zweimal auch zurück in die zweite. Das ganze passierte nie beim Beschleunigen unter Last, sondern beim gleichmäßigen “Rollen” ohne Beschleunigung, und bei mittleren Drehzahlen rund um 4000. Daß die Kupplung rutscht schließe ich eher aus, das hört sich anders an und würde ja nur unter Last passieren. Worauf könnte das Problem zurückzuführen sein, mir fallen naturgemäß nur verschlissene Klauen ein, obwohl ich das Getriebe ja beim Motorzusammenbau genau visuell überprüft habe. Bevor ich den Motor ausbaue und zerlege, kann ich sonst noch was von außen prüfen, wie z.B die Schaltwelle? Ich kann mir nicht vorstellen wie sich ein Getriebezahnrad so weit seitlich verschieben kann daß der Kraftschluß mit dem gegenüberliegenden Zahnrad unterbrochen wird, die Schaltgabel positioniert doch das Zahnrad? Kann es sein daß Führungen in der Schaltwalze das Problem sind?
    • Wenn die Klauen abgerundet sind kann es unter Last den Gang gegen die Schaltgabel raus drücken, ohne Last kann der auch wieder rein gehen. Ich denk aber ehr das du wegen abgerundeten Schaltklauen den Gang erst garnicht sauber eingelegt hast und sich dann die Schaltwalze wieder ein Stück zurück bis in die Arretiering vom Gang davor gedreht hat. Die Kanten der Klauen dürfen nicht abgerundet sein, nicht nur zum halten vom Gangrad sondern auch wichtig damit er sich sauber einlegen lässt. Wenn du das Gefühl hast das der Schalthebel sich nicht so weit bewegen lässt beim Schalten wie sonst, dann kann das der Grund sein, nicht ganz eingerastet und drückt sich wieder raus. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist die Feder der Schaltwalze gebrochen oder nicht eingebaut.
    • Hallo Holger, danke für Deine Antwort. Mich verwirrt immer noch der Begriff “Klaue”. So nennt man ja offenbar sowohl die Arretierungen an den Getriebezahnrädern als auch die Finger an der Schalthebelwelle.
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Gang sich präzise einlegen läßt, und erst dann wieder rausspringt. Ich muß dazusagen ich hab ein Short Ratio Getrieb von BARTON drinnen, daß war ereits in Dem Motor den ich in UK gekauft habe drinnen, aber wie gesagt ich habe den Motor ja komplett neu aufgebaut. Nachdem der 1. Gang jetzt schon ziemlich elendslang ist und ich das Motorrad nur für Wochenendausflüge nütze, werd3 ich falls ich den Motor jetzt zerlegen muß wieder ein Standardgetriebe einbauen, ich hab noch zwei in Reserve.
      Wie wichtig ist eigentlich die Geschichte mit den Farbcodes? Worauf beziehen die sich- auf die seitliche Ausdistnzierung, kann man das auch mit Shims ausgleichen?
    • Mit Klauen meine ich die Teile die in das gegenüberliegende Zahnrad eingreifen und mitnehmen. Die Schaltwalze wird durch die Nocken an ihrer Position gehalten, halt durch das kleine Röllschen das durch eine kleine Feder auf diese Nockenbahn gezogen wird. Da wird ,s bestimmt auch noch andere Begriffe dafür geben. Wenn die kleine Feder gebrochen ist kann sich die Schaltwalze durch Vibrationen von alleine verdrehen. Das original Getriebe ist im Bereich vom ersten zum zweiten so wie ich finde blöd übersetzt, das klackt ganz schön wenn man bei viel Drehzahl schaltet. Der erste könnte da ruhig etwas länger sein. Bei deinem Getriebe wird das dann wohl etwas zu viel des guten sein, eher halt für die Rennstrecke.
    • Hi! Die Mitnehmerklauen sind verschlissen, ist ne alte Büffelkrankheit. Bei der 550er tritt das nicht auf , sind die gleichen Zahnräder. Am Besten ist scharfkantig mit etwas Hinterschliff. Vielleicht etwas dickeres Getriebeöl nehmen!
      Die Farbmarkierungen der Zahnräder müssen zu den Markierungen im Gehäuse passen, die sind meist nicht mehr zu sehen. Wichtig ist das die Zahnräder nicht klemmen! Das muss man beim offenen Motor bei eingelegten Getriebewellen mit Kickerwelle probieren. Alle Zahnräder müssen etwas Spiel zueinander haben, besonders das Kickerzahnrad beachten! Gruss Martin
    • Ich glaube, das Problem mit den Gehäusetoleranzen, war in den ersten Jahren ausgeprägter als bei den späten Modellen. Möglicherweise wurden die Bohrwerkzeuge für die Gehäuse präziser. Bei den Zahnrädern waren die Toleranzen anscheinend nicht so groß, da gibt es jeweils nur 2 Farben und nur 2 Kombinationen. Die Farben sind auf dem 1. und 2. Gang der Abgangswelle und es gibt nur Weiß und Gelb. Anders beim Kicker da gibt es Braun und Gelb Und bevor jemand den falschen Schluss zieht Kicker Gelb gehört zu den Weißen. Fürs Gehäuse sind hingegen 7 Farben angegeben. Deshalb auch keine Gehäusehälften mischen.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • jo
      Denke auch die Paarung ist zu beachten....nur leider ist die Farbe nach 40 Jahren im Öl ab.

      Beim Probe Zusammensetzen des Gebäuses unter Verwendung der Schrauben muss einwandfreier Leichtlauf aller Gänge vorhanden sein.
      Flankenspiel der Kikerwelle unter Drehbewegung feststellen.
      Dann wird auch nix passieren und das Getriebe sauber laufen.

      Gruss
      Schall und Rauch
    • New

      Ja, habe ich, nachdem ich dann die Kurbelwelle drin hatte und alle Gehäuseschrauben fest waren, ließ sich das Getriebe nicht mehr bewegen! Musste dann alles wieder auseinander nehmen und die entspr. Zahnräder wechseln, ist aber schon 30 JAhre her! Seitdem habe ich da immer ein Auge drauf!
      Gruss Martin