Kupplungsausrückmechanismus GT550

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    • Kupplungsausrückmechanismus GT550

      Moin..... nach Einbau einer quasi neuwertigen Kupplung wollte ich vorschriftsmäßig den Kupplungszug und die Stellung der Druckschneckenschraube einstellen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich der Ausrückmechanismus der Innenplatte, der ja nach außen steht und auf dessen Vierkantende der Ausrückhebel befestigt ist, deutlich sicht- und fühlbares (starkes) Spiel aufweist. Wodurch entsteht diese doch für meine Begriffe recht große Spiel? Nutzen sich da die 3 Kugeln zusehends ab oder eher diese Vertiefungen in den Gussteilen der Innen- und/oder Außenplatte? Na ja, keine Ahnung.....vielleicht ist das Spiel ja auch völlig normal? Ich hatte bislang keinerlei Schaltprobleme bzw. Probleme bei der Kupplungsbetätigung....
      Kupplungsausrückmechanismus und -betätigung.jpg Außenplatte Ausrückmechanismus Innenseite.jpg Innenplatte Ausrückmechanismus Innenseite.jpg 23250-31001-Kugeln Ausrücklager.jpg
    • Hallo Martin...

      dann nehm ich an, dass das Axialspiel, das da vorhanden ist, nichts mit Verschleiß zu tun hat, sondern systembedingt ist.
      Wenn der Ausrückhebel demontiert ist, dann kann man den Vierkant, auf den ja dieser Hebel draufmontiert wird, von Hand um einige Milimeter hin- und herdrehen.
      Kannst du mir mal genau erklären, wie dieser Mechanismus funktioniert?
      Ich versuch es mal laienhaft zu erklären:

      Ist es richtig, dass die Kugeln bei nicht betätigter Kupplung, also quasi im "Ruhezustand" beiseitig in diesen Vertiefungen der beiden Platten liegen?

      OK und wenn man die Kupplung ausrückt, sprich den Kupplungshebel zieht, dann verschiebt sich die Innenplatte gegen die fest durch die 3 Schrauben arretierte Außenplatte von außen/vorne gesehen gegen den Uhrzeigersinn. Dadurch wird die Innenplatte dann gegen die Außenplatte verdreht und durch die Position der Kugeln nach innen (Kupplungsausrückweg) bewegt/weggedrückt.

      Da die Kugeln wahrscheinlich nicht passgenau in diesen sich verjüngenden Vertiefungen liegen, ergibt sich da ein "Axialspiel" und deshalb ist der Vierkant ganz einfach von Hand beweglich???

      Lieg ich denn da richtig?
    • nabend Klaus!
      Ist die Einstellschraube (#27) beim "spielen" rausgedreht?
      Wenn man diese nämlich reindreht bis sie am Druckstift (#18) anliegt, sollte das Spiel verschwinden, weil dann die beiden Druckstücke (#22, #24) mit den Kugeln dazwischen zusammengedrückt werden.
      So ist das Ganze ja auch gedacht.
      bis dann
      markus
    • Nö, ist schon richtig.

      Ich weis grade nicht, welches Gewinde die GT550-Einstellschraube hat, 6 oder 8mm, mit Steigung 1 oder 1,25. Jedenfalls ist damit durch das o.a. "... wieder rausdrehen um eine halbe Umdrehung..." ein Axialspiel von mind. 0,5mm zwischen Druckstift und Ausrückmechanismus hergestellt. Die beiden Druckstücke gegeneinander bzw. die Kugeln haben dann auch dieses (Axial-)Spiel. Daraus resultiert dann eben die von Dir beschriebene Verdreh-Möglichkeit.
      Wenn alles im Betrieb warm wird, kann das Spiel geringer werden.
    • Danke Markus....dann scheint ja alles OK zu sein.

      Trotzdem noch ne Frage...kann es sein, dass im Lauf der Zeit der Ausrückhebel (26) selbst, der ja in den Vierkant der Innenplatte (22) passt, ausgenudelt wird, so dass auch da trotz aufgepresster Scheibe (28) + Mutter (29) zusätzliches Spiel entsteht?
      Mein Klapperatismus müsste ja so ca. 75000 km auf dem Buckel haben....
    • Moin!

      Ja, ich kann ich mir gut vorstellen, daß auch bei der 550er die Öffnung für den Vierkant im Hebel irgendwann ausschlägt.
      So, wie ich das für die 380er schonmal beschrieben hatte, siehe hier:
      Druckschnecke

      bis dann
      Markus
    • Mann oh Mann du hast ja recht......ja den Artikel auf deiner HP hab ich sicher auch schon gelesen, dachte aber dass es mit der GT550 nicht vergleichbar ist, da ja der Ausrückmechanismus der GT550 sich schon grundsätzlich von dem der GT250/380 unterscheidet.
      Der Ausrückhebel selbst scheint auch bei der GT550 deutlich stabiler zu sein...also zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass da so ein massiver Schaden, wie bei dir abgebildet, entstehen kann.
    • Es kommt nur auf die Kraft an, die der Hebel zu übertragen hat, die liegt bei den genannten Mopeten in der gleichen Größenordnung. Der Hebel ist nur relativ lose auf den Vierkant gesteckt und hat dort ab Werk schon etwas Spiel. Im Laufe der Jahre drückt sich der Vierkant immer weiter ein; wenn dann noch härtere Kupplungsfedern dazukommen wie in der beschriebenen 380er, kann es irgendwann zum Bruch kommen. Der 380er-Hebel war aber auch schon relativ stark aufgeweitet, bevor die härteren Federn reinkamen.
      Du kannst ja selbst sehen, ob und wie weit bei Deinem 550er Hebel der Vierkant sich eingedrückt hat und ob das ganze noch langfristig halten wird. Du hast ja vermutlich auch keine härteren Kupplungsfedern eingesetzt und folglich derartige Probleme mit dem Hebel weniger zu erwarten.
    • Jup stimmt ich habe die serienmäßigen Federn drin und der Hebel sieht soweit noch ganz gut aus...werde ihn mal ausbauen und genau inspizieren...
      Haste deine Mopete schon startklar oder bist du schon mal gefahren in diesem Jahr?
    • Ich hätte diese Woche bei 18 - 20° C schon fahren können...aber die Albaufstiege sind durch die Nachtfröste noch nass und total schmierig vom vielen Salz...also bleibat dia zwoi Schätzla en dr Garasch...