SRIS-Ventile undicht?

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    • SRIS-Ventile undicht?

      Hallo zusammen im Forum, folgende Situation, wenn meine 550-er längere Zeit gestanden hat: Enorme Qualmentwicklung in den ersten Minuten. Wenn ich nach 1-2 Minuten den Motor abstelle tropft auch Öl aus den Ablaufbohrungen der Auspuffe. Wenn ich eine Zeit gefahren bin zeigen sich "normale" Rauchfahnen. Mir ist schon klar, dass ein Zweitakter nach längerer Standzeit qualmt bzw. qualmen muß. Ich habe aber das Gefühl, dass dieser Effekt sich verstärkt. Ich muß auch erwähnen, dass ich dieses Jahr noch ein zweites Mopped dazu gestellt habe, allerdings mit zwei Takten mehr als die Suzi. Somit wurde die Suzi nicht mehr so regelmäßig gefahren. Meine Frage(n) dazu also ins Forum: Wie anfällig sind die SRIS-Ventile auf Undichtigkeit? Kann bei Undichtigkeit Öl ins Kurbelgehäuse laufen, welches beim Starten dann auffällig mit verbrannt wird? Wie kann ich feststellen, ob die Ventile undicht / durchlässig sind? Ist das Abklemmen der Zulaufleitung zur Ölpumpe für längere Standzeiten vielleicht eine Lösung? Ist der Austausch der Ventile sehr aufwendig? So, das war´s erst mal. Ich wünsche Euch Allen im Forum jetzt schon mal geruhsame Feiertage und einen glücklichen Übergang ins neue Jahr!! Besten Dank im Voraus für entsprechende Antworten. Manfred
      Gruß und allzeit gute Fahrt wünscht: manni
    • Moin,
      die SRIS Leitungen haben damit nichts zu tun, eher undichte Schwimmernadelventile in Verbindung mit undichtem Benzinhahn, die Benzin in den Motor , bzw. Auspuff lassen und dann für Qualm sorgen. Auch undichte 2-Taktöl Ventile in den Ölleitungen von der Ölpumpe können eine Ursache sein!
      Gruss
      MArtin
    • Hallo Manni, auch ich tippe auf die Ventile in den Ölleitungen. Ich klemme z.B., wie Du schon erwähnt hast, immer nach der Fahrt die Ölleitung vom Öltank zur Ölpumpe mit einer Schlauchklemme ab. Die gibt es bei Polo oder Louis für 7,95€. Das ist eine rote oder orange Kunststoffzange, ähnlich einem Seitenschneider, die drückt man zusammen und schiebt den ovalen Fixierring zum Festklemmen nach vorn. Seitdem ist das Anfangsbläuen deutlich geringer geworden. Karl Hübben macht das übrigens auch so, wie wir auf dem diesjährigen WBC-Treffen festgestellt haben. Da hatten wir parallel die gleiche Idee. Um ein losfahren mit abgeklemmter Ölleitung zu verhindern stecke ich den Zündschlüssel als Gedankenstütze immer ins Sitzbankschloss. Mit diesem "Trick" funktioniert das fast rauchfreie Losfahren schon seit Jahren. Es ist ja nicht so das es nur anfangs bläut, da ja das ganze System noch kalt ist, lagert sich das unverbrannte Öl natürlich im Auspuff ab und sorgt eigentlich immer für eine unnormale Ölfahne. Das fällt mir immer bei der gemeinsamen Ausfahrt des WBC-Treffens auf, da sind immer einige Maschinen bei, da hat man das Gefühl, die brennen gleich ab. Ein weiterer Grund ist inzwischen die gemächliche Fahrweise der Eigner, da wird natürlich kein Auspuff freigebrannt. Ich versuche immer wieder auch mal längere Strecken, mit erhöhter Drehzahl auf der Autobahn zu fahren, man glaubt gar nicht was sich für Öl und Ölkohle im Auspuff ablagert, denn es kann durchaus mal 20 km qualmen. Wobei meine Ölpumpe recht mager eingestellt ist, denn ich verbrauche meist um 0,6 -0,85 Liter pro 1.000 km, gebe aber auf den Tank nochmals 30 ml 2-Taktöl dazu. Das ist zur Sicherheit und um die beweglichen Teile im Vergaser zu schmieren. Gruß Micha
    • Spannend das wusste ich nicht. Ich habe meine GT550 ein Jahr rumstehen lassen und der Öltank war fast leer und ich liess richtig schön Öl ab aus den Kurbelgehäusen. Liegt in dem Fall sicher an den Ventilen in den Ölleitungen? Reicht gut zu reinigen oder gleich sowieso ersetzen komplett?
    • ... wenn man sie denn bekommt....

      Für meine 380er finde ich sie noch in den Staaten
      für 160,- plus Versand

      Gebrauchte lohnen sich nicht denke ich, die sind wahrscheinlich auch
      nicht besser wie die alten.
    • Das Thema hatten wir schon einige male im Forum, so dass es eie Menge Freds dazu gibt.
      Letzter Stand der Foren Götter Martin und GT Karl Ölleitung bei Stand mit einer Klemme abklemmen.

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, reinigen hilft enorm, zumindest verringert es die Menge die ins Gehäuse läuft dramatisch. Karl hat hierzu mal einen guten Bericht geschrieben.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Hi Mario,
      sorry, ich klemme meine Leitungen nie ab. Einmal die Klammer vergessen und man hat den Salat :-).
      Eine Reinigung der Leitungen/Ventile mit Bremsenreiniger, der vorsichtig mit einer Spritze durch die Leitungen gedrückt wird, hat geholfen. Das musste ich auch nur bei einem J Motor der 30 Jahre in der Scheune lag, machen. Ansonsten habe ich mit den Ventilen in fast 40 Jahren GT fahren noch nie Ärger gehabt.
      Gruss
      MArtin
    • Andreas.W wrote:

      Hallo
      Bernd Braun repariert seid neusten diese Ölleitungen.
      Hat er mir noch vor 2 Wochen bei einem Besuch erzählt.
      Die Reparatur der Ölleitungen ist ohne großen finanziellen Aufwand machbar...man kann die Ringfittinge mit den darin enthaltenen Kugelventilen bei Ebay UK oder bei Volker Schulz "hard to find parts" kaufen und muss dann nur die Fingerfertigkeit haben, die alten Ringfittinge zu entfernen und die neuen in die alten Leitungen dicht reinzubasteln.
      Auf jeden Fall lohnen sich erst mal ein oder notfalls mehrere Reinigungsgänge (mehrere Tage oder Wochen drinlassen....ist ja über die Winterzeit kein Problem...) die ich nicht mit Bremsenreiniger, sondern mit Kriechöl, durchgeführt habe. Die Ventile an meiner 550er habe ich so wieder zum Laufen (korrigiere zum Funktionieren! :) ) gebracht.
    • Blöde Frage Mario...

      warum hast du die Ringfittinge + die Federn und Kugeln gekauft?

      In den neuen Ringfittingen sind die Kugelventile doch schon enthalten.

      Die Federn und Kugeln sind dafür gedacht, die alten Ringfittinge zu reparieren.
    • Wie haste denn die Fittinge abbekommen????
      Sieht ja aus als wären die ganz normal ins Kunstoff-Rohr gesteckt und dann anstatt einer Schlauchschelle diese Blechummantelung.
      Wäre interessant zu wissen...auch wie du sie wieder zusammenfuddelst...

      Gruß Paul
    • War nicht mal so schwierig wie gedacht. Habe die Fittinge mit dem Heissluftföhn vorsichtig auf unterer-mittlerer Stufe erwärmt. Dadurch wurden die Kunststffleitungs-Anschlüsse etwas weicher und man konnte diese gut abziehen ohne Beschädigung. Genauer: Nachdem heizen des Fittings diesen sofort vorsichtig in den Schraubstock eingespannt und die Leitung abgezogen. Wenn man zu fest ziehen muss, ist der Fitting noch nicht genug warm. Beim letzten hatte ich langsam Übung..
      Bin gespannt wie der Zusammenbau klappt. Allgemein nehme ich mir dafür lieber etwas mehr Zeit als das etwas schief geht. Werde berichten..
    • Hi Mario,

      du schreibst ja, dass die Federn auf dem Bild die alten sind. Wenn ich mir die so anschaue, scheinen sie die Länge verändert zu haben, also jegliche Federkraft verloren zu haben.
      Oder sind die verklebt, oder täuscht das alles und ich bin auf dem Holzweg?

      Hintergrund der Frage ist, dass ich auch grad mit ungängigen Ventilen rumlaboriere. Sollte sich mit Reinigen nichts tun, werde ich auch selber tauschen oder tauschen lassen müssen.
      Ich verfolge Dein Ergebnis also gespannt.

      Beste Grüße
      Gunnar
    • Die eine, viel längere Feder habe ich gelängt zu Testzwecken. Werden ja eh neu die Federn. Aber allgemein waren die einen schon etwas länger als die anderen. Aber nach über 40 Jahren wahrscheinlich normal und vermutlich in jeder Spinne der Fall. Werde berichten vom Zusammenbau..
    • Hallo zusammen. Ich habe meine Ölventile und Leitungen fertig zusammengebaut. Der Zusammenbau ist genau gleich wie er Ausbau in umgekehrter Richtung. Alles vorsichtig wärmen und im warmen/heissen Zustand zusammenbauen, ausrichten und anschliessend sofort auch die Sicherungsringe rauf drücken. Dafür habe ich den Schraubstock so eingestellt, dass ich die Leitung lose reinhängen konnte (der Sicherungsring lag auf den Backen auf) und habe mit dem Gummihammer vorsichtig auf den Fitting geschlagen. Der Ring ging leicht klemmend über die warme Leitung und somit wieder an die alte Stelle wie vorher. Was sehr auffällig war, dass die neuen Federn gefühlt härter sind als die alten, die schon sehr weich waren. Ich denke, die alten waren im Neuzustand genau wie die jetzigen. Bei den alten konnte ich locker mit dem Mund durchpusten, jetzt geht das nur noch mit äusserster Anstrengung. Der Druck der Ölpumpe macht das aber spielend und in Richtung der Ölpumpe ist jetzt auch dicht. Somit alles wieder wie geschmiert! :thumbsup: Leitungen sauber entlüftet. Anhand weniger kleinen Luftbläschen sah ich dass die Pumpe fördert. Dann zusätzlich bei Standgas/niedrigen Drehzahlen und voll geöffneter Pumpe entlüftet.
      Gruss Mario
    • Zum Thema reinigen und gut ist. Ich glaube 40 Jahre alte/ermüdete Federn werden durch saubere Reinigung auch nicht besser. Der Unterschied alt/neu war bei meinen Federn deutlicher als gedacht! :bier:
    • Meine Erfahrung, das Reinigen bringt es schon. Klar lutschen die Federn aus, aber ob die Alten im Neuzustand genau so hart waren wie die neuen steht erst mal im Raum, da wir keine neuen Alten zum Vergleich haben. Aber was sollen die Federn den bewirken, sie sollen die Kugel in Position halten, dass sie sofort schließt, wenn Druck aus dem Kurbelgehäuse kommt. Gegen Luft in der Leitung, schafft es die Pumpe nicht anzuarbeiten, zumal deren Pumpfrequenz geringer als die Drehzahl ist. Über die Jahrzehnte verharzt Öl und lagert sich dort ab bis entweder die Feder klemmt oder der Sitz der Kugel nicht mehr passt. Im übelsten Fall ist das Ventil permanent auf und es kommt im Fahrbetrieb kein Öl mehr an.
      Sris Ventile verdrecken auf Grund ihrer Position im Kurbelgehäuse deutlich häufiger, aber ehrlich die braucht auch keiner, also ot legen.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Moin zusammen,
      interessante Beiträge von Euch! Danke!
      In meinem Fall dachte ich an die Ventile unter der Vergaserbank. Die unterhalb der Krümmer zur Kurbelwellenschmierung dienen können es natürlich auch sein.
      Die SRIS-Ventile gibt es wahrscheinlich gar nicht oder?
      Ich denke jetzt fast, dass das ganze Schmiersystem in dieser Bezeichnung zusammengefasst ist, oder?
      Werde erst mal die Idee mit dem Abklemmen des Zulaufs zur Ölpumpe ausprobieren.
      Aber die Gefahr des "Vergessens" darf man dabei auch nicht unterschätzen.

      Berichte demnächst wieder.

      Gruß
      Manni
      Gruß und allzeit gute Fahrt wünscht: manni
    • manni wrote:

      In meinem Fall dachte ich an die Ventile unter der Vergaserbank.


      Die unterhalb der Krümmer zur Kurbelwellenschmierung dienen können es natürlich auch sein.
      Die SRIS-Ventile gibt es wahrscheinlich gar nicht oder?
      Ich denke jetzt fast, dass das ganze Schmiersystem in dieser Bezeichnung zusammengefasst ist, oder?

      Gruß
      Manni
      Hallo Manni....irgendwie steig ich da nicht ganz durch...sieht mir ganz nach SRIS und Schmiersystemwirrnis aus :D

      Also falls du mit den "Ventile unter der Vergaserbank" die Ölleitungsanschlüsse an Zylindern und Kurbelwellengehäuse (jeweils 3, also insgesamt 6 Anschlüsse) meinst???
      An denen sind an den Anschlussenden vor dem jeweiligen Ringfitting Kugelventile integriert, um die ging es aber in diesem Thread eigentlich nicht. Diese Schmiersystem wird bei SUZUKI "CCI" genannt.

      "Die unterhalb der Krümmer zur Kurbelwellenschmierung dienen können es natürlich auch sein." Diese Beschreibung ist falsch, aber genau das sind die SRIS Ventile und die haben mit der Kurbelwellenschmierung nix zu tun. Über die SRIS Ventile und deren Schlauchsystem in den jeweils gegenüber liegenden Zylinder sollen überschüssige Ölrückstände aus dem Kurbelwellengehäuse rausgedrückt und mitverbrannt werden.
      Wenn die SRIS Ventile funktionieren, das macht das auch Sinn, wenn nicht, dann hat man evtl. Motorprobleme, deren Ursache tatsächlich sehr schwer zu lokalisieren sind.
      Deshalb schreibt Mario SRIS im Zweifel lieber totlegen.