Vergaser läuft über

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Vergaser läuft über

      Hallo, ich hab bei der letzten kurzen Ausfahrt mit meiner GT750 BIMOTA folgendes Phänomen festgestellt: Ich bin diesmal zum Vergleich mit einer originalen, komplett neu überholten BS40 Vergaserbatterie mit ovalen Einzelschaumfiltern gefahren, bereizs ziemlich gut auf meinen Tuningstand abgestimmt und ganz gut fahrbar. Nachdem ich das Motorrad auf dem Seitenständer geparkt hatte und der Motor noch lief, lief aus dem Vergaserbelüftungsschlauch des mittleren Vergasers heftig Benzin aus. Ich sofort Bezinhahn abgedreht und Vergaser begutachtet, der Vergaser war innen in der Ansaugöffnung nicht nass und nicht Richtugn Zylinder übergelaufen. Danach hab ich einen zerlegten Ersatzvergaser angeschaut, wo das Entlüftungsröhrchen innen verläuft. Die Öffnung ist innen in der Schwimmerkammer knapp oberhalb der Dichtfläche. Ich muß dazusagen, mein (Seiten-)ständer ist eigentlich zu kurz und das Motorrad steht ziemlich schräg. Offenbar reicht der benzinpegel im geparkten Zustand bei schräg stehendem Vergaser bis über die Einlassöffnung dieser Entlüftungsbohrung, und Benzin wird nach oben zum Schlauchanschluß gedrückt oder gesaugt, danach läuft das Benzin auch bei Aufstellen des Motorrades weiter aus dem Entlüftungsschlauch aus. Ich habe den Benzinpegel in den Vergaserkammern vor Einbau mittesl externem Meßröhrchen korrekt justiert, bis ca. 5mm unterhalb der Dichtfläche glaub ich (Unterkante des Schraubenkopfes der Schwimmerkammerschrauben). Steht das Motorrad mehr aufrecht, tritt das Phänomen nicht auf. Habt Ihr das auch schon mal beobachtet, macht das Sinn oder hab ich hier vielleicht doch ein Problem mit der SChwimmernadel? Offenbar ist der Pegel beim mittlerern Zylinder doch etwas höher eingestellt, sonst würde das ja bei allen Zylindern auftreten. Weiters läuft meine GT750 in der o.a. Konstellation noch immer bei 1/8 bis 1/2 Gas etwas zu fett. Ich habe 47,5 LLD und 120 HD, Gemischschraube 3/4 offen, Nadel zuerste auf 4. Kerbe jetzt auf 3. Kerbe. Normalerwesie würde ich als nächstes einen kleineren Düsenstock probieren, aber den gibts ja für den BS40 nicht? Soll ich die Nadel auf 2. Kerbe hängen? Ich hab ursprünglich die Zusatzluftdüse mit 0,8mm eingebaut gehabt, damit war aber der Leerlauf und Teillast noch fetter, jetzt hab ich diese Düse entfernt und auch kein Bocken. Kerzenbild bei Vollgas konnte ich noch nicht testen, dazu geht mir hier die Strasse aus - auch eine kleiner HD würde ja etwas im Teillastbereich abmagern Vorschläge?
    • Die 47,5 ist schon groß, dazu noch die 0,8 Luftdüse, dan reichert die im 1/8 Bereich extrem an. Ich kann so nicht fahren, nervt extrem. Man nebelt auch nach jeder noch so kurzen Ortsdurchfahrt alles zu, vom geknatter mal ganz zu schweigen, geht überhaupt nicht. Die 45 ohne die 0,8 er Luftdüse macht das ganze etwas besser, beim leichten öffnen der Drosselklappe aber immer noch recht fett. Mit 0,8 Luftdüse wird,s dann wieder extrem. Für mich hatte das so keinen Wert. Ich hab noch mehr geändert, aber im groben hat bei mir nur die 42,5er mit der 0,8 er Luftdüse, eine Verbindung der Vergaser über T Stücke wegen dem Leerlauf und de Gemischschraube eine gute Ecke weiter auf . So hab ich kein Schiebegeruckel kein Geknatter beim Gas öffnen und das Gequalme ist komplett verschwunden. Mit dem Schwimmer, würde mal nachsehen ob der Schwimmerkörper dicht ist, ansonsten noch kontrollieren ob die Nadel zu viel Seitenspiel hat oder in die Lasche eingelaufen ist. Wenn da alles ok ist läuft der sicher nicht früher über als die beiden anderen.
    • Hallo Hogger,
      Welches Setup hat Dein Büffel?
      Wie gesagt ich fahre dzt. 47,5 LLD ohne zusätzliche Luftdüse. Ich hab überhaupt kein Schieberuckeln. Wenn Du die LLD verkleinerst (weniger Benzin = magerer) und dafür die Gemischschraube rausdrehst (mehr Benzin = fetter), kompensiert sich das dann nicht gegenseitig?

      Ich bin mit meinem Leerlaufverhalten absolut zufrieden. Fährt kraftvoll aus dem Stillstand an, und benötigt auch bei warmem Wetter kurz den Choke zum Starten, was bei mir üblicherweise ein Zeichen von guter Leerlaufgemischeinstellung ist.

      Der Tip mit dem Leck im Schwimmer ist gut, das prüf ich gleich morgen. Wie soll der Benzinpegel in der Schwimmerkammer (bei absolut waagrechtem Vergase) eigentlich sein?
    • Die originalen Schwimmer können auch verzogen sein. Ich hab bei mir die Schwimmer der RD 350 bzw Yamaha Banshee eingebaut. Schwimmerhöhe bleibt alles gleich und hab ich auch wie von Suzuki angegeben eingestellt. Ich konnte da vom messen her keine nennenswerte Unterschiede beim Benzinstand feststellen.Der Auftrieb ist aber sicher nicht gleich. Ich hatte die auf Lager, die sind aus Kunststoff und machen keinen Ärger, ist der einzigste Grund warum ich die genommen hab.
      Wichtig ist das die Übergänge, Leerlauf 1/8 Gas 1/4 Gas stimmen. Es nutzt nichts wenn zw 1/4 Gas sehr mager und 1/8 Gas sehr fett läuft, umgekehrt noch schlimmer, gibt Schieberuckeln wie irre.
      Ich hab eine 42,5er LLD bei original Schwimmerstand, ganz wichtig, eine Verbindung der Vergaser untereinander. Ganz einfach und billig mit T Stücken aus dem Baumarkt und die Gemischschraube langsam so weit öffnen bis beim abtouren der Magerlauf verschwindet, wird irgendwo bei 2 Umdrehungen sein. Schieberuckeln hab ich nicht. Der Vorbesitzer hat aber genau das als Grund genannt warum er den Büffel verkauft. Das Teil hatte so extremes Schieberuckeln, kann man sich beinahe nicht vorstellen. Ich hab mit der kleinen LLD auch die 0,8 er Luftdüse verbauen müssen oder können. Die alleine hatte vorher auch schon das Schieberuckeln beseitig, der Rest war dadurch aber grauenhaft, ekelhaftes überfetten beim Gas öffnen und egal wie man durch den Ort fährt, nach kurzer Zeit sammelt sich der ganze Sprit im Kurbelgehäuste und man zieht eine Qualmwokle hinter sich her das es kein Spaß mehr macht. Mein Motor ist original, genau so wie der Rest auch. Über die Laufleistung kann ich nichts sagen, nur so viel das noch original Kolben eingebaut (standart) sind und der Büffel die lestzen ca 3 oder 4 Jahre nochmal 22000 km drauf bekommen hat. Die Schieberfedern hab ich auch etwas vorgespannt, da kann man aber nicht viel machen, da es sonst ein Anschlag wird. Probiere es einfach. Drei Leerlaufdüsen , zwei T stücke und bissel Schlauch, den Rest hast du ja schon. Nadelstellung bin ich jetzt nicht mehr ganz sicher, entweder original oder höchstens eine Kerbe magerer. Ich bin mir aber ziemlich sicher das ich die in original Stellung eingebaut hab. Deim Motor und die Auspuffanlage sind ja nicht original, kann ich auch nichts zur Hauptdüse sagen. Ich würde mal vermuten das die 120er schon recht groß ist, könnte dem Motor aber das Leben retten bei einer Starren Zündeinstellung und gerade mit der Auspuffanlage. Das arbeitet dann aber alles irgendwie gegeneinander. Die Auspuffanlage lädt ja den Motor auf, indem er das Gemisch wieder in den Zylinder zurück drückt, wesentlich stärker als der original Auspuff. Dadurch ist die Verwirbelung im Brennraum stärker, ähnlich wie es auch durch eine Quetschkante passiert. Dadurch brennen die Gase schneller durch, was sich auswirkt wie eine Zünd frühverstellung. Das kann dir dann trotz der richtigen Hauptdüse ein schönes Loch in den Kolben brennen oder auch einen Klemmer , je nach dem. Dagegen hilft dann evtl. eine sehr große Hauptdüse.
    • Mein Büffel hat auch immer wie blöd überfettet. Egal ob ich die Leerlaufdüse original drin hatte oder mit Zusatzluftdüse. Leerlaufgemischschraube konnte ich stellen wie ich wollte; hat immer gebrabbelt im unteren Drehzahlbereich. Daraufhin habe ich noch die Nadeldüsen erneuert (mit neuen O-Ringen). Beim Wechsel fiel mir auf, dass die alten Nadeldüsen sehr locker in den Bohrungen saßen. Die alten O-Ringe waren natürlich auch für den Popo. Mit frischen Nadeldüsen und O-Ringen läuft der Büffel wieder brabbelfrei! Scheinbar hat sich da immer etwas Sprit an den alten O-Ringen vorbei gefuscht.
      Gruß
      Ralph
    • Undichte oder verschlissene Düsenstöcke reichern natürlich auch extrem an.
      Es kommt natürlich auch auf den Zustand vom Motor an. Bei meiner GT waren die Verschleißteile im Vergaser aber neu und war trotzdem bei der Gasannahme viel zu fett. Das kostet nicht unbedingt Leistung, es läuft dann halt nicht schön.
      Die Qualmerei machen sehr viele, sieht man ja auf 90 Prozent aller Videos, das muss aber nicht wirklich sein. Meine hat oft gequalmt und das recht stark, dachte da schon es wären die Simmerringe, war aber nur die schlechte Einstellung.
    • Holgi:

      Ich glaube nicht, dass sich Sprit an den O-Ringen vor bei arbeitet sondern eher Nebenluft. Die Nadeldüsen sitzen oben im Gehäuse, dass heisst sie sind nicht permanent von Sprit umspült. Klar, es schaukelt und spritzt in der Kammer rum. Da die Nadel durch die Kammer gegen das Gehäuse gedrückt wird, sehe ich ein Problem wirklich nur bei kaputten O-Ringen.
      Ich glaub auch nicht, dass es die Nadel selber sind. Klar es gibt verschlissene Exemplare, aber rein vom Material, dürften die Düsenstöcke eher verschleissen. Die Nadel hämmern mit je nach Schieberhöhe mit mehr oder weniger gewolltem Spiel in der Düse. In der ist es nur ein kleiner hoch präziser Durchlass, während die Nadel eben nicht immer mit dem selben Punkt des Schaftes mit der Düsenöffnung in Berührung kommt.
      Problem Nadeln gibt es noch neu, aber Stöcke gibt es keine mehr.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Meine Düsenstöcke oder Nadeldüsen habe ich auch im August von Reiner bezogen.
      Übrigens das Überlaufen aus dem Entlüftungsschlauch des mittleren Vergasers war tatsächlich ein undichter Schwimmer, ein Lotkügelchen hatte sich abvibriert und lag noch in der Schwimmerkammer.
      Ich bin froh daß ich auch ohen Zusatz-Luftdüsen und Balanceröhrchen überhaupt kein Schieberuckeln habe, im Gegensatz zu meinem Serienbüffel.
    • Das Schieberuckeln kann schon mit der Auspuffanlage erledigt sein. Den Serienbüffel bekommt man aber genau so ruckelfrei.
      Da reichen aber schon kleinigkeiten bei der Abstimmung und das Geruckel geht los. Oder es hat halt andere nervige Nebenwirkungen wie extremer Spritverbrauch mit der dazugehörigen versifften Auspuffanlage und das geknatter und gequalme. Der Büffel kann so schön laufen, kann einen bei nicht passender Abstimmung aber auch nur nerven. Man(n) muss sich halt die Mühe machen und testen.