Vorstellung und Frage zur Inbetriebnahme GT550

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    • Vorstellung und Frage zur Inbetriebnahme GT550

      Hallo, erstmal wollte ich mich hier vorstellen. Ich heiße Frank und komme jetzt aus NRW / Nettetal und bin knapp über 50. das Thema GT ist für mich nicht neu, da ich meine GT550 schon seit ´` 84 besitze ( 2.Moped nach einer DT400, auch Zweitakt ) da es mich relativ früh dann erst in das Schnelle und dann das Großvolumige 4 Takt Lager verschlagen hat wurde die GT am Anfang zwischenzeitlich ab und zu noch bewegt, aber dann laufbereit, eingeölt vor 20 Jahren stillgelegt. Nun soll sie wieder zum Leben erweckt werden und ich wollte mal Fragen, ob das mal "eben so" geht , oder wie ich meine,schon mal gelesen zu haben, müssen alle Dichtungen und Simmeringe im Motor gewechstelt werden, da die mittlereile hin sind. Bestärkt wird das durch meine Beobachtung, das die Gummis oben am Vergaser sich "verflüssigt" haben. Also eine Art reversion bei der die Vernetzung des Gummis sich wieder auflöst. Wenn ale Gummiteile diese Qualität haben, dann prost Mahlzeit. Also, wie ist euer Tip zum Inbetriebnehmen ( ausser neuem Sprit, neus 2T und Getriebeöl ) :danke:
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Moin, es kommt darauf an.
      Die Vergaserfaltenbälge scheinen sich immer als erstes aufzulösen :-).
      Dann dürften auch die Ansauggummis steinhart sein.
      Wenn der Motor nicht tropft, würde ich den Schaltwellensimmerring erst mal drinlassen, das gleiche gilt auch für die Gabelsimmerringe.
      Ob es die Kurbelwellensimmerringe überlebt haben, macht sich meist innerhalb der ersten 100 km bemerkbar. Dann dauerhaft starke Rauchentwicklung; bis das Getriebeöl verbrannt ist.
      Auch die Reifen dürften nach 20 Jahren fertig sein.
      Gruss
      Martin
      Registrar und GT 750 Typreferent im Suzuki Wasserbüffel Club
    • Hi Martin,
      danke für die erste Einschätzung, das reifen und Vergasergummis schon längst ihre härtegrade nach oben korigiert haben war mir schon klar.
      Wichtig war ehere das Motorinneleben, und ob man beim ersten starten da nicht schon was verheizen kann. Deiner Aussage entnehme ich mal, dass die Kurbelwellen Simmeringe
      nicht unbedingt ihren Geist aufgegeben haben müssen.

      Könnte ja man mal testen, wenn man nichts kaputt macht, oder ?
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Ja kanst vorher öl wechseln neues benzin und umbedingt den luftfilterkasten vorher inspizieren die schaumstoff filter haben sich meistens azfgelöst und die willst nicht mit ansaugen..
      Umbedingt zuerst mit dem kickstarter langsam durchtreten um sicherzugehen das das kurbelgehäuse nicht mit öl oder benzin geflutet ist sonst hast du krume pleuel
    • Noch ein Tipp:
      Die Kurbelgehäuse mit Diesel fluten und nach einem Tag über die SRIS Ventilöffnungen ablaufen lassen. Dadurch werden die Simmerringe etwas geschmeidiger und möglich Verschmutzungen werden rausgespült. Gruss Martin
      Registrar und GT 750 Typreferent im Suzuki Wasserbüffel Club
    • Ich würde auch die Ölleitungen durchspülen, nach 20 Jahren kann das Öl schon verharzen und die Ventilkugeln verkleben. Ansonsten ist die alte Gummiqualität gut und fun ktioniert auch nach der Zeit noch einwandfrei, was man von späteren Chargen nicht sagen kann. Der größte Feind der Gummis ist die UV Strahlung. Da du dein Tierchen sehr wahrscheinlich, in einer dunklen Garage gelagert hattest solltest du wenig Probleme haben.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Das Fluten der Vorverdichtungskammern kann ich auch nur empfehlen. Ich habe allerdings anstatt Diesel eine Mischung von 50/50 Motoröl und Ölverlust-Stop vom Liqui Moly genommen, denn da sind Weichmacher drin, die Gummi und andere Kunststoffe wieder aktivieren. Ich fahre es auch im Getriebeöl bei dem einen Büffel seit 1988 und die Kurbelwellendichtungen tun´s immer noch, trotz längerer Standzeiten. Die Gabeldichtringe würde ich damit auch gleich einpinseln. Gruß Micha
      Viele Grüße

      Micha
    • Hallo Frank
      Endlich mal jemand der auch aus Nettetal kommt.
      Meiner einer ist Andreas und ich komme aus Lobberich.
      Wenn du Hilfe brauchst oder gute Adressen für Ersatzteile oder eine kurbelwellen Überholung.
      Meld dich einfach
      Gruß Andreas
    • So, ich habe jetzt auch so einen Fall in der Werkstatt,
      GT750J eines Freundes, seit 30 Jahren stillgelegt.
      Vergaser und Benzinhahn habe ich zerlegt, alles gereinigt und mit neuen Dichtungen und Schläuchen versehen.
      Den Tank habe ich zwei Tage mit "Evaporust", einem wasserbasierten Rostlöser behandelt, jetzt ist er fast sauber, eine Hand voll Rost kam heraus,
      müsste so wieder funktionieren; sehr empfehlenswertes Mittel!
      Bevor ich an Reifen und Kette gehe, will ich erst mal den Motor starten, um zu sehen wie es um die KW-SimRis bestellt ist.
      Das Fzg. stand trocken, der Kicker wurde 2 mal im Jahr durchgetreten.
      Habe gestern etwas vollsynth. 2-T Öl in die Brennräume gegeben und den Motor einige Male durchgetreten.
      Heute Batterie eingebaut, kurz Starter betätigt, lief sofort auf 2 Töpfen, ohne übermäßige Qualmentwicklung. Werde jetzt noch einen Kondensator wechseln damit auch der linke Zylinder einen Funken bekommt; werde weiter berichten.
      Gruss
      Martin
      Registrar und GT 750 Typreferent im Suzuki Wasserbüffel Club
    • Könnte mir bitte jemand erklären wie man das Kurbelgehäuse und die Vorverdichtungskammern mit Diesel flutet und anschliessend wieder abläßt? Ich habe das noch nie gemacht. Muss ich die Ölleitungen anschließend entlüften? Wie geht das?

      Ich möchte nur ungerne die Zylinder runternehmen, da das Moped einige Jahre nicht bewegt (gestartet) wurde,Der Motor ist derzeit ausgebaut und die Vergaser sind demontiert, Danke für Euren Rat!
      Gruß
      Dirk
    • @Micha:
      Bei dem Zeug von Liqui Moly steht drauf:"nicht für Nasskupplungen von Motorrädern geeignet". Weißt Du vielleicht warum? Rutscht die Kupplung vielleicht? Welches Mischungsverhältnis hast Du im Getriebeöl? Danke und Gruß Dirk
      Gruß
      Dirk
    • Zum Spülen, Kolben auf ungefähr UT bringen und Diesel oder Michas Mischung durch die Kerzenöffnung einfüllen. Zum Ablassen die SRIS Ventile rausschrauben. Die befinden sich vorne unten am Motorgehäuse und man erkennt sie daran, dass Schläuche aufgesteckt sind. Diese abziehen und mit einer 10 Nuss rausdrehen. Kann Fuckelei sein. Ich würde, zumindest beim Büffel die Röhre abbauen, sollte aber auch ohne gehen. Du solltest auch die SRIS Ventile prüfen. Wenn du nicht auf Originalität aus bist würde ich diese gegen Einfache Svhrauben tauschen und die Leitungen, respektive die Anschlüsse an den Zylindern verschließen. Ölleitungen müssen danach eigentlich nicht entlüftet werden, sollte aber grundsätzlich gemacht werden, wenn man Luftblasen in ihnen sehen kann. Entlüften ist nicht ganz einfach, da dazu die Ölpumpe ausgebaut werden muss.
      Was das Liqui Moly angeht, wenn Micha sagt es geht, kannst du ihm unbesehen glauben, es gibt kaum jemanden der soviele Jahre und Kilometern auf dem Büffel hinter sich hat.
      Wegen Entlüftung und prüfen der Ventile schau mal hier ins Büffel Manual. Bei der Gt550 steht nicht viel drin. oldjapanesebikes.com/mraxl_GT_…ce/manuals_page/index.php
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Danke für Deine Infos. Jetzt habe ich ein Bild. Ich vermute, das mache ich bei allen 3 Zylindern? Welche Menge der Mischung muss ich ungefähr pro Zylinder einfüllen? Kann ich einfach alle 3 Zylinder gleichzeitig machen? Also einem nach dem anderen auf UT und einfüllen? Wie lange soll die Öl-Liqui-Moly Mische drinbleiben?
      Gruß
      Dirk
    • Hallo zusammen,

      mal eine zwischenmeldung geben. Liqui moly besorgt und testweise die mebran vom Benzinhan damit "einmassiert" . Fühlt sich schon deutlic geschmeidiger an. Funktioniert also
      schonmal zum Teil. Ich denke muss man aber von Bauteil zu bauteil prüfen , da die aus unterschiedlichen Basispolymeren bestehen und auch unterschiedliche Weichmacher brauchen.

      Der Vergaser war schlicht schon eine Katastrophe. In allen Kammern und Düsen eine mm Dicke Pampe ?? Wusste gar nicht das der Sprit damals so schlecht war. Wie gesagt eigentlich
      funktionierend und trocken weggestellt. In der jugentlichen Ahnung natürlich bis auf einen schluck 2 takt öl in die Zylindere nichts konserviert oder geleert. Aber Tank vollgetankt wegen Rost und war auch noch erstaunlicherweise ziemlich voll

      Die Flutung der Kammern mit dem LM Gemisch sehe ich auch noch wie Dirk etwas ratlos. Denke aber, gehe über den Einlass in OT Stellung. Welche Menge sollte man nehmen ??
      Eigentlich muss ja nur bis Oberkante Simmering Kurbelwelle, oder mehr ? und wieviel ist das ...
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Schraub mal vorher die SRIS Ventile raus, damit du siehst, ob sich der Öltank langsam ins Gehäuse entleert hat.
      Wie schon gesagt, dann ist definitiv reinigen der Ölleitungen angesagt, da die Rückschlagventile mit Sicherheit verharzt sind.
      Schau dir zwecks Reinigung mal die entsprechenden Freds an.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Hallo,

      wollte mal einen zwischenstand geben, was sich in den freienTagen zum jahreswechsel so getan hat.

      Erstmal habe ich den alten Sprit abgelassen und dann gings auch schon los, das der Benzinhahn aus allenÖffnungen Sprit rauslies. Also zerlegt, gereinigt
      ( sah schon ziemlich verdreckt innen aus ) und mit neuen Dichtungen und Sieben versehen.

      Die Membran habe ich mit dem von euch für Dichtungen empfohlenen Liqui Moly über mehrere Tage behandelt und wurde wieder ganz geschmeidig
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      Mal sehen ob er Dicht ist und bleibt
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Dann ging es weiter mit dem Vergaser.

      die serienmäßige sich auflösenden Faltenbälge waren schon sichtbar und habe eine ziemliche Sauerei hinterlassen. Sie sind verflüssigt und bis zu den
      Nadeln heruntergelaufen.

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      auch die Schwimmerkammern sahen alles andere als Sauber aus, obwohl hier immer nur Sprit durchgelaufen war, also erst mal alles gereinigt und Teile durch Überholungssätze ausgetauscht

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      bei den Überholungssätzen fiel auf, dass die neuen Düsen alle 98er waren, während verbaut 102 und Mitte 105 war. Diese habe ich dann erstmal gereinigt und wieder verbaut

      IMG_1641k.JPG

      Eine Standgasdüse war ziemlich vermurkst und musste vorsichtig herausoperiert werden. Sowie auch ein Gestägearm angebrochen war, der durch einen anderen
      aus einer ersatzteil Vergaseranlage übernommen werden konnte.

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      Das ganze wurde wurde ersteinmal mit den Grundaten hier aus dem Forum wieder zusammengaut und eingestellt
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Lenni-65 schrieb:

      bei den Überholungssätzen fiel auf, dass die neuen Düsen alle 98er waren, während verbaut 102 und Mitte 105 war. Diese habe ich dann erstmal gereinigt und wieder verbaut
      Hallo Frank....ich nehme an, dass du Keyster Rep-sätze für die GT550 Vergaser gekauft hast und Keyster bietet nur Ersatz für die K/L/M Vergaser mit Original 97,5er Hauptdüsen an...deshalb also drei 98er Düsen...
      Hast du den M/A/B-Motor mit SCEM Beschichtung drin?
      Gruß Klaus
    • Hallo Klaus,

      Nach Rahmen Nummer ist es eine M, Moror kann ich aber nicht sagen da er laut vorbesitzer auf garantie seinerzeit in 76/77 erneuert worden war. Hat auf jedenfall Nikasil Zylinfder und
      daher mindestens also M.

      So sollte Deine Erklärung schon stimmig sein.
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Weiter bei der Überholung ging es mit der Ölversorgung,

      Die SRISVentile konnten ohne Auspuffmontage ausgebaut, durchgespült und auf Funktion geprüft werden. Funktionieren einwandfrei. Daher bleiben die auch erstmal drin.
      Öl kam nur minimal aus dem Motor.

      Bei den Ölleitungen von der Ölpumpe her fiel auf, dass eine der Leitung leer war, während die anderen noch voll waren. :huh:

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      Da aus den SRIS Ventilen bei allen 3 Zylindern nur ein gleichmäßig kleine Menge kamm , konnte ich die Ventile schon mal ausschließen. Ein BlicK auf die Ölspinne zeigte dann das Problem,
      dass ein Anschluss, von der betreffenden Leitung, ab war . Hoffentlich erst bei der 20 Jährigen einlagerung entstanden.

      IMG_2710k.JPG

      Zum Glück war die Ölspinne am Ersatzmotor noch OK, so das ich diese reinigen, durchspülen und prüfen konnte. Da alle Fuktionen OK waren wurde diese dann verbaut. Die alte
      wir nochmal gesichert, da man diese betimmt beizeiten wieder Instandsetzen kann.

      IMG_2706k.JPG
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76
    • Lenni-65 schrieb:

      Da aus den SRIS Ventilen bei allen 3 Zylindern nur ein gleichmäßig kleine Menge kamm , konnte ich die Ventile schon mal ausschließen. Ein BlicK auf die Ölspinne zeigte dann das Problem,
      dass ein Anschluss, von der betreffenden Leitung, ab war .
      Die alte wir nochmal gesichert, da man diese betimmt beizeiten wieder Instandsetzen kann.
      Hallo Frank...die abgefatzte Leitung kann man mit einem guten Zweikomponentenkleber für Kunststoffe nach vorheriger, gründlicher Entfettung mit Bremsenreiniger bzw. reinem Aceton wieder öldicht verkleben...
      Gruß Klaus
    • Neu

      Hallo zusammen,

      habe mich nun der Bremse vorne angenommen, da eine Seite fest hing, und erst mal unten rum alles überholt und geschmiert und mit neuen Belägen
      besetzt. Neue Bremsflüssigkeit rein und entlüftet. Soweit bremst sie jetzt wieder, jedoch fiel mir der lange hebelweg wie früher wieder auf.

      Die 550er ist schon ewig auf 2 Bremsscheiben umgerüstet, wohl weis ich nicht ob der Bremszylinder auch getauscht worden ist.
      Gibt es verschiedene Zylinder für die 750 und 550er? vermute mal ja.
      Wie erkennt man den Unterschied, da ich auf den ersten Blick keine Nummer gefunden habe ?

      Danke für Tipps
      Grüße
      Frank


      Suzuki GT550, Bj75/76