Zylindergewinde im Eimer

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    • Zylindergewinde im Eimer

      Hallo y'all, Meine Suche nach einem T350 Zylinder links gestaltet sich schwierig. Eine Reparatur einer fehlerhaften Verbindung Zylinder/Auspuff kann ich nicht selbst bewerkstelligen. Wer hat eine Idee? Ich hab von zwei theoretischen Möglichkeiten gehört: A) Gewinde wieder herstellen durch Materialauftragen (keine Ahnung ob das eine belastbare Lösung ist), oder B) eine Spannbefestigung über Federn. Anbei dazu ein Bild einer Lösung die jemand in England gemacht hat. (die Federn anbringen ist nicht so schwer, aber was ist der beste Web und wie/wer ändert den Krümmer und ist der mit etwas Stahlwolle zu dichten???) Liebe Leute, konstruktive Ideen würden mich freuen! Schönen Abend noch, Andreas [Blocked Image: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1707691425917738&set=gm.2085790148127885&type=3&theater&ifg=1]
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      Loud pipes save lives
    • Hatte auch mal ein solches Problem. Wobei ich nicht weis, wie stark die Beschädigung deines Gewindes ist.

      Ich hab damals aus Gewindestange neue "Bolzen" angefertigt ( lang genug für U-Scheiben + Kontermuttern),
      wenn nötig, mußt du die Bohrung an den Flanschen des Krümmers auf gleichen Durchmesser bringen.

      Es gibt Schraubensicherungsmittel Hochfest (rot) , welches für höhere Temperaturen ( ich glaube es waren ca. 250 - 270 Grad +-) ausgelegt ist.
      Mit Hilfe der Gewindestange ( benötigte länge mußt Du ermitteln) und den Kontermuttern , kannst Du in den Zylinder die neuen " Stehbolzen" mit Schraubensicherungmittel einsetzen.
      Die Zugkräfte, die beim festziehen der Muttern ( anbringen des Auspuffs ) entstehen, verteilen sich auf dem Gewinde der Gewindestangenbolzen. Du solltest mit Schieblehre ausmessen, wie tief die vorhandene >Sackbohrung> ist. Mit jeder nicht ausgenutzter Gewindedrehung verschenkst du Halt und Haftung.
      Die org. Schrauben haben/hatten nur das Gewinde im Grauguss ,
      und sind oft kürzer als das Gewinde-Loch im Zylinder. Wenn alles gesund ist, reicht dies ja auch.
      Jetzt brauchst du aber alle Reseverven die das Material noch hergibt

      Es gibt auch Gewindereparatursets , z.B. von Helicoli , dann wird das defekte Gewinde größer ausgebohrt / linksgewinde eingeschnitten , und ein Einsatz eingedreht, der das Defekte Gewinde im Originalmaß ersetzt.

      Meiner Erfahrung nach sollte das von nicht-neulingen ausgeführt werden, da Fehlversuche den Zylinder entgültig versauen. Die Konsistenz und Stabilität des Materials der Aluguss-Zylinder ist weicher als vermutet.
      Ich möchte meinen wie kalter trockener ZUCKERGUSS

      Hast du GT-Rainer schon gefragt, ob er evtl. Ersatzzylinder liefern kann ???
      Toi Toi Toi
    • Meiner Meinung nach gibt es 4 Möglichkeiten.
      1. - iwe du schon erwähnst Materialauftrag. Haltbarkeit sollte nicht das Problem sein, aber jemanden finden, der es runter dreht und dir ein Gewinde draufschneidet, dürfte nicht einfach werden.
      2. - runter drehen und ein Gewindebuchse auf schrumpfen und vielleicht ´noch mit Madenschrauben sichern. Hier das Problem wie vorher, jemanden finden, der es einem herstellt.
      3. - die Spannbefestigung, Rennsport erprobt, aber was Dichtigkeit angeht nicht unproblematisch,
      4. - eine Lösung mit Stehbolzen wie bei den 4 Taktern. Heißt Alu neben den Auslass auftagen und Gewinde reinschneiden. Befestigungsüberwurf von einem der Triples nehmen, musst du ausprobieren, welcher passt. Diesen Ausdrehen, dass er über den Flansch am Auspuff passt mit einem Basatz v. 2-3mm. Vorher alten Überwurf entfernen.Dann Einsätze basteln wie bei den 4T die sich gegen den Absatz am Rohr abstützen und gegen die sich im Gegenzug der Überwurf abstützt. Schau mal hier unter Auspuff Teil Nr. 7:
      gsarchive.bwringer.com/mtsac/~…0-81%20Parts%20Manual.pdf
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Guten Morgen Heiner,
      Die T350 Tüten werden angeschraubt nicht geflanscht.
      Das sieht so aus:

      Den GT-Rainer kenn ich leider nicht...ich schau mal hier...

      Danke!
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      Loud pipes save lives
    • Moin,
      mit Stehbolzen ist da nichts zu machen.
      So schlecht sehen die Gewinde gar nicht aus; manchmal hilft auch das Gewinde mit einer 3-kant Schlüsselfeile vorsichtig nachzuarbeiten und den Überwurf mit Schraubensicherung vorsichtig anziehen; das habe ich mal an einer 250er probiert und es hielt.
      Ansonsten hilft nur Auftragsschweißen und neu Schneiden des Gewindes, oder Ebay:
      ebay.de/itm/SUZUKI-OEM-CYLINDE…bec0c8:g:g-cAAOSwCPdZ6jSS
      Gruss
      Martin
    • Also den Trick mit den Stehbolzen wie ich ihn beschrieben habe, habe ich vor über 30 Jahren an meiner GT250 durchgeführt und hat funtioniert.

      GtReiner ist eine sehr gute Adresse für GT Teile, aber T350 Zylinder hat er mit an Sicherheitgrenzendeer Wahrscheinlichkeit nicht.
      Versuchs bei den Holländern, da gab es auch t350, ansonsten ebay USA.

      Aber Martin hat recht, dein Gewinde sieht noch gut aus. Wodurch zeigt sich, dass es kaputt ist? Dreht die Überwurfmutter durch?
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Das Bild mit den Gewinden ist von einem bereits reparierten Zylinder. Mein Gewinde dreht durch. Der Vorbesitzer hat das Problem bereits gehabt und zwei Sicherungsschrauben angebracht. Nun, die halten zwar dichten ist nur anders.
      USA Käufe möchte ich nicht für gebrauchte Teile machen. Mit UmST und Zoll und dem Risiko altersschwache Ware zu erhalten ist mir das zu riskant.


      Heiner, den Rainer hab ich angeschrieben. Danke für den Tipp!


      Ich werd den Zylinder mal hierher tragen: Am Telefon war man zuversichtlich. Nächste Woche schau ich mal dort vorbei und berichte.

      Frage in die Runde:
      Ist morgen jemand auf der Techorama?
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      Loud pipes save lives
    • Hab jetzt eine Runde Info einholen hinter mir.
      Telefonisches Angebot Alu aufschweißen und nachscheiden 50€.
      Wenig. Als ich den Zylinder auf den Tisch lege sind es schon 200€.
      Also abgegeben und warte.
      Heut der Anruf: kostet mindestens 500€.

      Was ein Reinfall.
      Ideen irgendwer?

      Foto folgt wenn ich's wieder abgeholt habe.
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      Loud pipes save lives
    • Moin,

      das dürfte auch keine ordentliche Lösung sein. Das sieht ja aus wie unterm Auto!

      Das Problem an der Geschichte ist, daß die Reparatur richtig aufwändig ist. Die optimale Lösung wäre, das Gewinde rundum aufzuschweißen, anschließend auf Nennmaß abzufräsen und dann ein neues Gewinde drauf zu fräsen. Letzteres geht vernünftig nur auf einer CNC-Maschine und erfordert das entsprechende Werkzeug.

      Die nicht ganz so gute, aber weniger aufwändige Methode wäre, das alte Gewinde abzufräsen bis auf halbe Wandstärke des Stutzens und anschließend einen passenden Gewindering aufzusetzen.Den neuen Gewindering zu drehen ist noch der einfachere Teil. Um den aber montieren zu können, muss der alte Stutzen wie gesagt kleiner gefräst werden. Den Zylinder dafür auf der Fräse auszurichten ist nicht ohne, wenn es nachher auch passen soll. Anschließend muß der neue Gewindering noch sauber verschweißt werden. Kleben oder aufschrumpfen brauchst du nicht erst zu versuchen, das hält bei der Geschichte nicht.

      Die Preise, die du bekommen hast, dienen definitiv der Abschreckung, die haben keinen Bock auf den Auftrag und können ihre Kohle anderweitig leichter verdienen.

      Tip: Such dir einen halbwegs talentierten (älteren) Werkzeugmacher, der eine Drehbank und ne Fräse zuhause stehen hat. Gibt es öfter, als man denkt. Bin auch einer davon, würde dir auch im Grunde gerne helfen. Ich habe aber noch reichlich andere Baustellen an Haus und Hof. Wenn ich jetzt noch solche Geschichten für andere Leute mache, gibts Ärger mit der Regierung ;( Allerdings auch mit Recht ;)

      Gruß
      Dirk
    • Die Methoden die Dirk auf gezählt hat, hatte ich auch schon genannt. Aber es gibt meiner Meinung nach noch, siehe auch meinen vorhergehenden Post dazu. Die Methode hatte ich schon mal bei einer GT250 angewendet, bevor du fragst, nein ich habe keine Fotos davon.
      Du brauchst einen Aluschweisser, der dir entweder Material seitlich neben die Stutzen setzt oder dir Stücke aus 12/14mm Vollmaterial nebendran setzt. Darin kommt ein Gewinde für Schraube oder Stehbolzen. Ich tendiere zu Schraube, da bei Stehbolzen, die Zylinder nur noch bescheiden entfernt werden können.
      Dann Auspuffkronenmuttern von einer der großen GTs nehmen, frag mal rum irgendwer hat bestimmt noch welche mit Kaputtengewinden und diese soweit aufreiben, dass sie über den angeschweissten Ring am Ende des Auspuffs gehen und einen Absatz reindrehen lassen. Dann musst du dir diese Einsätze von 4T Maschinen besorgen oder herstellen, dass sind so halbmondförminge Teile mit Absatz, frag mich nicht wie die heissen, die sich auf den Ring vorne abstützen und mit ihrem Absatz die Kronenmutter halten. Klingt blöd aber besser kann ich es nicht erklären.
      Alternativ kannst du dir auch Augen an die Überwurfmuttern schweissen lassen.

      Mario
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Mir ist noch eine Methode eingefallen, ist wie die letzte nur einfacher.

      Du nimmst Rundmaterial Alu oder Stahl und trennst ein ca. 5-6 cm Stück ab. Dies dient als Gewindenanker, denn darin schneidest du auf ca halber Höhe im Rechtenwinkel ein M8 Gewinde. Dann durchbohrst du die Rippen von oben mit einem 12 oder 14 Bohrer je nach dem vorher gewählten Rundmaterial. Aber nur max. bis zur letzten Rippe bohren, damit der Anker nach unten nicht durchfällt. Die Bohrung sollte von der Seite gesehen im Rechtenwinkel zum Auslass stehen. An die Überwurfmutter des Puffs schweißt du 2 Augen an. Dann M8 Schrauben durch und in den Anker reingeschraubt.
      Die genauen Abmessungen mußt du dir halt noch selbst austüffteln.

      Mario
      Büffel ist einzig, aber nicht artig
    • Weiß nicht, ob das Thema noch aktuell ist - habe es zu spät gesehen.

      Ich hatte bei einer T250 das gleiche Problem und folgende günstige Lösung hat jahrelang gut funktioniert. Die Reparatur hat damals (ist wohl 20 Jahre her) eine Firma in Berlin gemacht, Niemann oder Niemeyer oder so.

      Der gesamte beschädigte Bereich wurde komplett ausgebohrt. Parallel dazu wurde eine Hülse mit einem neuen Gewinde angefertigt und in die Bohrung eingesezt. Ich weiß nicht mehr, ob die Bohrung ein Gewinde hatte, denke ja, müsste ich noch mal schauen. Die Hülse wurde dann seitlich über einen Stift gegen Verdrehen gesichert. Das war's dann auch schon. Den Rest konnte ich dann wieder übernehmen, nähmlich das Aufschleifen und Anpassen der Hülse von innen per 12V-Handbohrer.

      Der Zylinder ist so jahrelang ohne Probleme gefahren. Kosten weiß ich nicht mehr, war aber auch als Student damals gefühlt "tragbar". Falls Interesse, kann ich ein paar Bilder machen, weil Motor liegt gerade auf der Werkbank.

      Gruß, Chris
    • Jetzt habe ich kapiert, was du gemeint hast. Stutzen absägen und einen neuen, gedrehten mit einem Gewinde in den Zylinder einsetzen. Auch keine schlechte Idee.
      Ich glaube es liegen noch genug, eigentlich funktionstüchtige, 250/350 Zylinder rum, die man damit wieder ihrer eigentlichen Aufgabe zuführen kan.
      Büffel ist einzig, aber nicht artig